
Symbolbild: Pfalz-Express
Südwestpfalz – Rheinland-Pfalz erhält wegen der Grenznähe zum französischen Verwaltungsbezirk Moselle, der als Virusmutationsgebiet eingestuft wurde, 20 000 zusätzliche Impfdosen.
Neben den Impfzentren „Südpfalz“, Kaiserslautern, Landau, Neustadt und Zweibrücken profitiert auch das Impfzentrum Pirmasens von 3 000 zusätzlichen Impfdosen.
Bereits Anfang März hatten sich Landrätin Dr. Susanne Ganster und Oberbürgermeister Markus Zwick in einem gemeinsamen Brief an die Ministerin Bätzing-Lichtenthäler im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Demografie gewandt. Mit dem Verweis, dass der Landkreis Südwestpfalz sowie die Stadt Pirmasens in unmittelbarer Nachbarschaft zum Verwaltungsbezirk Moselle liegen, hatten Ganster und Zwick für ein erhöhtes Kontingent an Impfstoffen für Pirmasens und Zweibrücken geworben.
Nach Aussage des Landes ist keine unmittelbare Grenznähe erforderlich, um zusätzliche Impfdosen zu erhalten. Vielmehr wurden ein Schutzkorridor und Pendlerbewegungen für die Verteilung zugrunde gelegt. Ganster und Zwick begrüßen die vom Bund zur Verfügung gestellten Impfdosen für die Südwestpfalz, der Verteilungsschlüssel, der auch Impfzentren fernab der üblichen Pendlerbewegungen mit größeren Mengen Impfstoff ausstattet, stößt jedoch auf Unverständnis.
Ganster: „Unser Impfzentrum wird in der Lage sein, die Bürgerinnen und Bürger in der Region mit der Zusatzmenge reibungslos und zügig zu impfen. Damit machen wir natürlich einen größeren Fortschritt bei der Impfung unserer Bürger. Als einzige Kommune unmittelbar an der betreffenden Grenze mit den zugehörigen Grenzpendlern, hatten wir uns allerdings einen noch größeren Beitrag zum Schutz der Bevölkerung erwartet.“
Mehr als 400 Beschäftigte aus dem benachbarten Frankreich pendeln regelmäßig zu ihren Arbeitsstellen in die Stadt Pirmasens sowie in den Landkreis Südwestpfalz ein.b„Wir bitten aus diesem Grund noch einmal die Verteilung der Impfdosen für die Grenzregion auf die tatsächliche Grenzregion zu beziehen, die Einwohnerzahl für die jeweiligen zuständigen Impfzentren zu berücksichtigen und Impfdosen nachzusteuern“, so Zwick.
Für das Sonderkontingent werden derzeit alle Vorbereitungen getroffen. Die Impfdosen können im Regelbetrieb, der auch bereits Impfungen am Wochenende und den Feiertagen vorsieht, mit 640 möglichen Terminen pro Tag binnen einer Woche verimpft werden.
Info
Die zusätzlichen 20.000 Dosen verteilen sich auf die Impfzentren der „Südpfalz“ (5.000), Kaiserslautern (1.500), Landau (3.000), Neustadt Weinstraße (5.000), Primasens (3.000) und Zweibrücken (2.500) und sollen in einem Zeitraum von Ende der Woche bis zum 4. April 2021 verimpft werden. Die Impfungen soll konsequent in den Prioritätengruppen 1 und 2 erfolgen.

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