Sonntag, 15. September 2019

Zeiskamer Pfingstturnier: Tobias Schwarz siegte in der Großen Tour – Goldenes Reitabzeichen an Britt Roth

7. Juni 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Kreis Germersheim, Sport Regional
Tobias Schwarz mit seiner 12 jährigen Holsteiner Stute La Bell -J. Foto: rv-zeiskam

Tobias Schwarz mit seiner 12 jährigen Holsteiner Stute La Bell -J.
Foto: rv-zeiskam

Zeiskam. Das große Zeiskamer Pfingstturnier war nicht zuletzt aufgrund der Wetterverhältnisse sehr anspruchsvoll für Pferd und Reiter.

Nur sechs qualifizierten sich für das Stechen, dem letzten Höhepunkt des Zeiskamer Pfingstturniers.
Einen Parcours mit 16 Sprüngen hatte der Parcoursbauer Peter Schuhmacher für 44 Starter
auf einer Bahnlänge von 475 Metern bauen lassen.

Nicht einfach hat er es den Reitern gemacht.
An der dreifachen Kombination wurden die Stangen regelrecht abgeräumt. Ebenso schwierig der
Steilsprung nach dem Wassergraben. Hier die Pferde wieder schnell genug zurück zu nehmen
um beim Steilsprung wieder abzudrücken, ist nicht allen gelungen.

Nur sechs Reiter schafften den schwierigen Pacours und damit den Freischein für das Stechen. Vier von ihnen hatten in den vergangenen Jahren schon einmal diesen Sieg mit nach Hause genommen.

Armin Schäfer mit seiner 9 jährigen Hanoveranerstute Schmuckstück legte als erster Starter eine
Zeit von 44,40 sek. vor und musste einen Abwurf mit nach Hause nehmen. Günter Treiber mit
Buddy Holly 9, als Zweiter unterwegs, nahm auch eine Stange von den acht Sprüngen im Stechparcours
in einer Zeit von 43,18 sek. mit.

Danach Lokalmatador und Sieger vom Vorjahr Michael Hoffmann mit Chicago. Null Fehler in einer noch schnelleren Zeit von 42,38. Die etwa 3000 Zuschauer applaudierten. Hatten Sie doch versucht mit ihren Blicken alle Stangen für Michael oben zu halten. Der Sieg schien sicher. Markus Kölz mit Etiche de Fribois folgte mit einer besseren Zeit von 41,43 sek.. Als fünfter Starter Timo Beck mit Habicht CR. Sie hatten schon früher mal das schwere S Springen in Zeiskam gewonnen. Kein Glück heute! Ein Abwurf in einer Zeit von 42,51.

Dann der letzte Starter. Tobias Schwarz mit seiner 12 jährigen Holsteiner Stute La Bell -J. Er gibt
alles und gewinnt in 41,05 Sekunden.

Bei der Prüfung Nr.5, die als Sichtungsprüfung für das Bundeschampionat für 5 jährige Pferde
ausgeschrieben wurde siegte das Pferd Cinderella 717, eine Württemberger Schimmelstute aus
Colorit und Caretino, Züchter und Besitzer Isaak Klaus. Sie wurde vorgestellt von Nicole Ostermann
vom RV Obersulm.

Shelby 16, ebenfalls eine Württemberger Stute siegte bei den 6 jährigen Pferden. Vorgestellt von
Markus Kölz, gezogen aus Stakkato und Carpaccio. Besitzer Kölz und Langer, Züchter Göhring
und W. u K.

Dree Boeken´s Sandros Roeschen eine 9 jährige Hannoveraner Stute mit Sebastian Adams im
Sattel gewann die Zwei Sterne Springprüfung am Sonntag, von 17 Teilnehmern im Stechen mit einer
Zeit von 41.08 Sekunden. Diana Bülles mit ihrem Podolski in 41.47 erreichte Platz zwei gefolgt
von Timo Beck mit seinem Habicht CR in 41.67 Sekunden.

In Wein vom Weingut Johler aufgewogen, wurde am Sonntagabend Phillipp Bein der
Sieger vom spannenden Zweikampfspringen. Acht Teilnehmerpaare die sich aus vorangegangenen
Prüfungen für dieses Springen qualifizieren mussten, gingen an den Start und kämpften zeitgleich
im Parcours.

Das Publikum feuerte die Reiter an , die fehlerfrei und schneller sein mussten
um in die nächste Runde zu kommen. Im Finale Jens Terhoven-Urselmans auf Hötzenhof Satchmo
der sich von Philipp Bein auf Pactole Trust durch einen Abwurf weniger, geschlagen geben
musste.

Als beste Amazonin beim ein Sterne S Springen am Samstag ritt Riana Eisenmenger vom RFV
Niederzeuzheim mit ihrer 8 jährigen Zweibrücker Stute Coralie 31 an die Spitze.

Acht Amazonen von 59 Starterinnen blieben fehlerfrei im 1. Umlauf und qualifizierten sich für das
Stechen. Acht Sprünge auf einer Bahnlänge von 310 Metern hatte der Parcoursbauer für sie bereit
gestellt. Fehlerfrei mit einer Zeit von 38.76 sek. siegte Riana Eisenmenger. Platz zwei ging an
Julia Baur mit ihrem 8 jährigen Hengst Olympic Dream 6 in 42.86. Den Dritten belegte die Luxenburgerin Noemie Goergen mit Piccoline N.L..

Philipp Bein wurde in Wein aufgewogen. Foto: rv-zeiskam

Philipp Bein wurde in Wein aufgewogen.
Foto: rv-zeiskam

Jump and drive —-Goldenes Reiterabzeichen für Britt

Viel Unterstützung vom tobenden Publikum erhielten die Jump and Drive Starterpaare auf dem Weg
durch den Stangen-, Hindernis- und Kegelparcours. Zweispännerfahrer und Springreiter bilden alljährlich ein Team zu einer gemeinsamen Prüfung.

Acht Paare waren am Start. Der Zweispännerfahrer und Vohrjahressieger Eberhard Schäfer konnte seinen Titel nicht verteidigen.

Das Pferd von seinem Teamkollegen Tobias Schwarz hatte an diesem Abend keine Lust zu Springen,
setzte ihn gleich am ersten Sprung ab und suchte das Weite. Das beste Ergebnis
sicherte sich der Fahrer Sascha Albert Jäger und der Springreiter Hendrik Tillmann.

Schwer in die Pedale treten mussten die Beiden, als sie mit ihrer Siegprämie, den schweren, von stundenlangem Regen durchtränkten Reitplatzboden hinaus fuhren.

Platz zwei in dieser Prüfung ging an Michael Brauchle und Andrea Marchese. Der Dritte an Karoly Unicsovic und Corinna Rupp.

Zwischen der Jump and Drive Prüfung und dem Mächtigkeitsspringen am Samstagabend
fand im feierlichen Rahmen die Überreichung des Goldenen Reitabzeichens an Britt Roth statt.
Im Kreis ihrer Familie konnte die 16 jährige Britt auf der großen Leinwand des Hauptplatzes eine
Schilderung ihrer reiterlichen Laufbahn erleben. Im Anschluß steckte ihr der Landestrainer Sepp
Gemein die Goldene Reiternadel an und Peter Schuhmacher der Internationale Parcoursbauer,
überreichte die Urkunde.

Eine sehr beeindruckende Leistung, die dieses junge Mädchen absolvierte.
Zehn Siege der Klasse S im Springen musste sie erlangen um diese Auszeichnung zu erhalten. Den
zehnten Sieg holte sie einen Tag vor ihrem 15. Geburtstag.

Sichtlich gerührt nahm sie die Glückwünsche an und bedankte sich bei ihren Eltern und Mikka für ihre Unterstützung. Auch ihre Trainer, Sponsoren, Pferde und alle die an sie glaubten, erwähnte sie dankend. Eine tolle Überraschung hatten ihre Eltern danach für sie bereit. Die Stute Casablanca kam mit ihrem wenige Tage alten Fohlen auf den Platz getrabt. Mit ihr hatte Britt ihre ersten zwei S Springen gewonnen. Das Fohlen an ihrer Seite wurde an diesem Abend zu Britt´s Eigentum erklärt.

Im Regen durften die Mauerbauer die nagelneuen, noch orginalverpackten Mauerelemente auspacken
und auf eine Höhe von 1,7 Meter aufbauen.

Als erster Starter von 15 Teilnehmern ritt Patrik-Viktor Schröder mit seinem ersten Pferd ein. Etwa 3000 Besucher hatten dem sehr nassen Pfingstsamstag getrotzt und unterstützten die Teilnehmer mit Anfeuerungsrufen auf ihrem schwierigen Weg.

Der erste Umlauf bereitete den Pferden in diesem Jahr sichtlich Schwierigkeiten. Lag es an der
neuen Mauer , dass selbst die erfahrenen Mächtigkeitsspringer scheiterten? Oder war es der ewige
Regen der die Pferde straucheln ließ?

Nur sechs schafften es in den zweiten Umlauf mit einer Höhe
von 1,8 Meter. Unter ihnen die beiden Eisenmenger Schwestern Riana und Darline. Riana Eisenmenger
mit ihrem erst 7-jährigen Chilly musste sich im 3. Umlauf, bei 1,9 Metern Höhe, geschlagen
geben. Nur zwei Teilnehmer schafften die Höhe fehlerfrei und wollten sich an diesem, wirklich nicht
wetterfreundlichen Abend, den Sieg teilen und nicht die Vorjahresendhöhe von 2 Meter überwinden.
2200 Euro konnten Hennrik Tillmann mit Lennox 331 und Patrik-Viktor Schröder aus diesem Springen
mitnehmen.

Die erst 15-Jährige Britt hat gewonnen: Sichtlich bewegt sind Familie und Freunde. Foto: rv-zeiskam

Die erst 15-Jährige Britt hat gewonnen: Sichtlich bewegt ist ihre Familie.
Foto: rv-zeiskam

Fahren

Auf dem Fahrgelände starteten 23 Zweispännerfahrer am Samstag um 8 Uhr auf dem Dressurplatz
mit einer Dressurprüfung der Kl. S***. Fünf Richter vergaben ihre Punkte.

Gespann Nr.32 Anna Sandmann mit Dovito vd Mulligenvree und Dancer 6 erreichte die beste
Wertung mit 982,5 Punkten. Lars Schwitte und Stefan Schottmüller schlossen sich an.

Sechzehn Fahrpony Vierspänner, diesjährig erstmal als Disziplin in Zeiskam vertreten, gingen um
13.30 Uhr an den Start. Platz eins ging an Dieter Höfs von LRFV Weil der Stadt mit 957,5 Punkten.
Ihm folgten Steffan Brauchle PSV Schloß Kapfenburg 955 Punkte und Jaqueline Walter PSG Gewe
Minden mit 888 Punkten.

Christoph Sandmann PSG Lähnden siegte bei den Vierspänner Fahrpferden mit 971 Punkten.
Den zweiten Platz mit 964 Punkten holte sich Michael Brauchle. Platz drei ging an Georg von Stein
RFV Modautal.

Die Geländestrecke wurde am Sonntag um 10 Uhr für die Zweispänner freigegeben, jedoch ohne
Hindernis Nr. 6. Das Richtergremium in Übereinstimmung mit der Turnierleitung ordnete an, dass dieses Hindernis auf Grund hoher Wassermengen, zum Wohle der Pferde, still gelegt wird.

6500 Meter Aufwärmphase sind in freier Gangart mit vorgegebener Zeit zurück zulegen bevor
das erste Hindernis der Schlösselgarten erreicht wird. Bevor jedoch das erste Hindernis genommen
werden kann erfolgt der Gesundheitscheck. Ein Veterinär überprüft Puls, Atemfrequenz und Verletzungsfreiheit der Pferde.

Fünf Hindernisse folgen auf einer Strecke von 6933 Metern. Nach jedem
Hindernis muss zur Schonung der Pferde und Fahrer eine sogenannte Erholungsphase von 500
Metern erfolgen um erneut Kraft und Konzentration zu tanken.

Von 23 Zweispännerfahrern in dieser Geländeprüfung setzte sich Gespann Nr.38 mit
Dennis Schneiders an die Spitze. Platz zwei und drei gingen an Kathrin Scheiter und Adolf Fischer.
Bei den Fahrpony Vierspänner schaffte es Steffan Brauchle auf Platz 1, ihm folgten Jaqueline Walter
und Michael Bügener.

Platz 1 sicherte sich erneut bei den Fahrpferden Vierspännern Christoph Sandmann. Michael
Brauchle fuhr mit seinem Gespann auf Platz zwei, gefolgt von Sascha Utz.

Christoph Sandmann. Foto: rv-zeiskam

Christoph Sandmann und sein Gespann.
Foto: rv-zeiskam

Am Montag ging der Sieg im Hindernisfahren Klasse S*** der Zweispänner an Stefan Schottmüller
von GFVgg Kraichgau, der Edo 9 und Vatijn angespannt hatte. Adolf Fischer belegte mit seinem Gespann Platz 2 und Dennis Schneider folgte.

Michael Bügener mit seinem Gespann Nr. 7 siegte bei den Vierspännern Pony. Platz 2 ging an
Gespann Nr. 15 Dieter Höfs. Den Dritten belegte Steffen Brauchle.

Bei den Vierspänner Großpferden siegte mit der Gespann Nr.1 Katharina Abel.
Michael Brauchle Platz 2, gefolgt von Christoph Sandmann. Zwanzig Hindernisse mit extremen
Wendungen bei einer Bahnlänge von 780 Meter mussten fehlerfrei in einer Zeit von 203 Sekunden
absolviert werden.

Nach dem Hindernisfahren am Montag wurde Fazit gezogen. Die Ergebnisse aus Dressur-, Geländeund
Hindernisfahren bildeten die Wertung für die Kombinierte Prüfung. Anna Sandmann siegte vor
Stefan Schottmüller und Dennis Schneiders bei den Zweispännern.

Steffen Brauchle vom PSV Schloß Kapfenburg führte die Gewinnerliste bei den Pony-Vierspännern
an. Platz 2 sicherte sich Dieter Höfs LRFV Weil der Stadt, gefolgt von Jaqueline Walter PSG Gewe
Minden.

Bei den Großpferden siegte Christoph Sandmann PSG Lähden mit seinem Vierergespann vor
Michael Brauchle PSV Schloß Kapfenburg und Ludwig Weinmayr Pffrd. Leitzachtal in der Kombinierten.

Leider wurde das Pfingstturnier im Fahrerlager, am Sonntag bei der Geländeprüfung, von einem unglücklichen Unfall, bei dem ein Pferd tödlich verletzt wurde, überschattet. Dies wird zu tiefst bedauert.

Der Reit- und Fahrverein Zeiskam dankt allen Teilnehmern für die tolle Leistung, die die zahlreichen
Zuschauer erleben durften. Herzlichen Dank auch den zahlreichen Helfer für die tatkräftige Unterstützung.

Steffen Brauchle. Foto: rv-zeiskam

Steffen Brauchle siegte bei den Pony-Vierspännern.
Foto: rv-zeiskam

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