
Das Internet beeiflusst auf ganz neue Weise den Sprachgebrauch der Jugendlichen. (Foto: dts Nachrichtenagentur)
Berlin – Der Einfluss des Internets auf die Sprache wächst weiter: Der vom Langenscheidt Verlag ausgerichtete Wettbewerb um das Jugendwort des Jahres bestätigt diesen Trend.
Eine sechsköpfige Jury kürte aus den unter 40.000 Einsendungen meistgenannten Vorschlägen das im Netz vielbenutzte Akronym „YOLO“ zum Jugendwort 2012: Es steht für „You Only Live Once“ und ist als Aufforderung zu verstehen, alle Erlebnischancen zu nutzen, die sich bieten.
Auf Platz zwei wurde die Abkürzung „FU!“ gewählt, eine im Internet weit verbreitete Abkürzung für „Fuck You“. Den dritten Rang erreichte das aus dem Arabischen stammende Wort „Yalla!“, das so viel wie „Beeil dich!“ bedeutet. Auf Platz vier setzte die Jury das Verb „wulffen“, das in Anspielung auf die Affäre um Ex-Bundespräsident Christian Wulff sowohl für „Jemanden die Mailbox vollquatschen“, „lügen“ oder „auf Kosten anderer leben“ steht. Platz fünf errang „Komasutra“, das den „versuchten Geschlechtsverkehr zwischen zwei sehr betrunkenen Personen“ beschreibt. (dts Nachrichtenagentur)
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