
Mario Daum, SPD-Fraktionsvorsitzender.
Foto: v. privat
Wörth – In der jüngsten Sitzung des Stadtrats hat die SPD-Fraktion den Antrag eingebracht, unter den ortsansässigen Gewerbe- und Handwerksbetrieben eine systematische Flächenbedarfserhebung durchzuführen.
„Wir wollen gerade unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Stadt im Blick behalten“, begründet Mario Daum, SPD-Fraktionsvorsitzender, den Antrag, der mit 25 von 30 Stimmen angenommen wurde.
Bereits im Februar 2023 hat der Wörther Stadtrat mehrheitlich beschlossen, den Flächennutzungsplan „Am Oberwald“ zu ändern und der Aufstellung eines Bebauungsplans zugestimmt. Auf dem circa 45 ha großen Areal soll das bestehende Industriegebiet um weitere 25 bis 30 ha erweitert werden. Etwa 20 ha des geplanten grünen und nachhaltigen Industriegebiets plant derzeit die Fa. Daimler Truck AG als innovativen Logistik-Hub zu nutzen. Für die restlichen Flächen gibt es zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine bekannten konkreten Planungen.
Die SPD habe das Ziel bei einer Erweiterung des Gewerbegebiets am Oberwald auch die Bedarfe der ortsansässigen Gewerbe- und Handwerkerbetriebe zu berücksichtigen, hieß es. Dies gelte gleichfalls für die bereits in Bearbeitung befindliche Erweiterung des Gewerbegebiets „Pappelallee“ in Schaidt.
„Aus vielen Gesprächen mit Gewerbetreibenden und Handwerkern wissen wir, wissen unsere Ortsvorsteher, dass diese teils seit Jahren auf der Suche nach entsprechenden Hallen-, Lager und Betriebsflächenkapazitäten sind, die im Stadtgebiet liegen sollten. Eine Datengrundlage, die auf den Informationen aller Gewerbe- und Handwerkerbetriebe aufbaut, gibt es bislang noch nicht. Damit wir eine umsichtige Gewerbestrategie unter Berücksichtigung bereits bestehender Bedarfe entwickeln können, braucht es diese Informationen,“ so Daum.
Die Stadtverwaltung wurde nun vom Stadtrat beauftragt, diese Erhebung der Flächenbedarfe durchzuführen und dem Stadtrat im zweiten Quartal 2023 zur Information und weiteren Beratung vorzulegen. Die SPD kann sich vorstellen, dass auf einem Teil der Gewerbeflächen am Oberwald, die nicht von der Daimler Truck AG beansprucht werden, oder auch in Schaidt sogenannte Handwerkerhallen entstehen könnten. Dort könnten sich die ortsansässigen Gewerbe- und Handwerkerbetriebe entsprechende Flächen anmieten und nutzen können.
„Ob dies überhaupt für die Betriebe von Interesse ist, müsste dann in weiteren Gesprächen geklärt werden. Jetzt geht es erstmal um die bestehenden Bedarfe und die Erstellung einer Datengrundlage,“ betont der Fraktionsvorsitzende der SPD.
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