
v.li.: Hansjörg Eger, Oberbrügermeister Spyer, der Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, Wolfgang Bühring, Verbandsgemeindebürgermeister Uwe Schwind und Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin strahlen: Bislang läuft alles rund.
Foto: vg-jock
Hatzenbühl – Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin und der Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, Wolfgang Bühring, haben den Nutzungsvertrag für die Grundstücke der Ortsgemeinde Hatzenbühl, die zum Areal des Windparks gehören, unterzeichnet.
Der Oberbürgermeisters der Stadt Speyer, Hansjörg Eger und der Jockgrimer Verbandsbürgermeisters Uwe Schwind waren bei den „großen Moment“ ebenfalls mit dabei.
Mit der Unterzeichnung bringt die Ortsgemeinde Hatzenbühl mit 21 Grundstücken einen erheblichen Teil der benötigten Landflächen zur Verwirklichung des Windparks ein – und zwar exakt unter denselben Vertragsbedingungen, die auch die privaten Eigentümer angeboten bekommen.
Unterschriften bis Ende Juni zurückschicken
Etwa die Hälfte der privaten Eigentümer haben bereits den Nutzungsvertrag unterschrieben. Die noch ausstehenden Nutzungsverträge sollten bis zum Ende Juni zur Einhaltung des anspruchsvollen Zeitplans an die Investoren zurückgeschickt werden.
Insgesamt sollen fünf Windräder mit einer Investitionssumme der Stadtwerde Speyer (SWS) in Höhe von 25 Mio. Euro auf der 93 Hektar großen Konzentrationsfläche im Hatzenbühler Windpark installiert werden. Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin hatte den Vorschlag eingebracht, die relevanten ca. 290 Flurstücke in einem Pool zusammenzufassen.
„Alle Eigentümer haben Nutzen“
Obwohl bei einer Realisierung der fünf Windräder nur viel weniger Grundstücke effektiv gebraucht werden, werden alle Eigentümer einen wirtschaftlichen Nutzen haben. Die Betreibergesellschaft für die Windkraftanlage plant ihren Sitz in Hatzenbühl. Ein Vorteil für die Gemeinde, der die Gewerbesteuer zukommen wird. „Bis Ende des Jahres soll der Flächennutzungsplan festgeschrieben werden, so dass bei günstigem Verlauf Ende 2014 die ersten Windräder aufgebaut werden könnten“, umriss Bürgermeister Uwe Schwind den Zeitplan. Technischen und naturschutzrechtlichen Anforderungen soll ein besonderes Augenmerk zukommen.
„Langfristige Unabhängigkeit“
„Die Stadtwerke Speyer möchten die Energiewende aktiv mitgestalten – so schnell wie möglich, aber auf solidem finanziellen Fundament“, bekräftigte der Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, Wolfgang Bühring. diese Ziele im Hinblick auf die Investitionssumme von 25 Mio Euro. Langfristig schaffe man sich eine große Unabhängigkeit und kaufe sich mit alternativer Energie von der Atomkraft und den fossilen Energieträgern los.
Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin freute sich über die durchweg positive Resonanz bezüglich der Windkraftanlagen in Hatzenbühl. Auch die ortsansässigen metallverarbeitenden Unternehmen profitierten wegen ihres hohen Energieverbrauchs. Sie würden zukünftig Ökostrom direkt von ihrem Standort erhalten.
Akzeptanz bei allen Beteiligten
Die Last der Energiewende müsse zum Wohle der Bürger auf vielen Schultern verteilt werden, betont der Oberbürgermeister der Stadt Speyer, Hansjörg Eger, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Speyer ist. Eger lobte die gute kommunale Zusammenarbeit, durch die es gelungen sei, das Projekt innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne schon so weit voranzutreiben.
Bürgermeister Schwind ist davon überzeugt, dass das Poolmodell und die zwei Bürgerversammlungen einen großen Beitrag zur Akzeptanz der Grundstückseigentümer geleistet hätten. So könnten alle Beteiligten an der Wertschöpfung partizipieren. Um den engen Zeitplan einhalten zu können, sei es aber jetzt noch sehr wichtig, dass die ausstehenden Nutzungsverträge möglichst bis Ende Juni unterschrieben und an die Investoren zurückgesandt würden.
Information
Für Rückfragen zu den Nutzungsverträgen steht Frau Schäfer von den Stadtwerken Speyer zur Verfügung.
Tel.-Nr.: 06232/625-1430, E-Mail: schaefer@sws.speyer.de

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