Dienstag, 28. Januar 2020

60 Jahre Grundschule St. Wendelinus in Hatzenbühl: Früher von ständiger Raumnot geplagt

4. Mai 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim
Gratulierten zum Jubiläum: Schulleiterin Claudia Schwab, Bürgermeister Uwe Schwind , MdL Martin Brandl, ehem. Schulleiterin Helga Schwab, Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin, MdB Dr. Thomas Gebhart, Ortsbeigeordneter Manfred Werling.

Gratulierten zum Jubiläum: Schulleiterin Claudia Schwab, Bürgermeister Uwe Schwind , MdL Martin Brandl, ehem. Schulleiterin Helga Schwab, Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin, MdB Dr. Thomas Gebhart, Ortsbeigeordneter Manfred Werling.

Hatzenbühl – Das Schulfest zum 60-jährigen Jubiläum der Grundschule St. Wendelinus wurde vergangenen Samstag unter dem Motto: „Wer hat an der Uhr gedreht, oh wie schnell die Zeit vergeht!“ gefeiert.

Nach einer kleinen offiziellen Feierstunde im Bürgerhaus von Hatzenbühl wurde ein abwechslungsreich zusammengestelltes Programm mit Präsentationen, Spielstationen und Workshops auf dem Schulgelände angeboten.

„60 Jahre Grundschule St. Wendelinus, ein Grund zum Feiern“, so die Schulleiterin Claudia Schwab in ihrer Eröffnungsrede.

Schwab begrüßte die Ehrengäste Bürgermeister Uwe Schwind, Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin, MdB Dr. Thomas Gebhart, MdL Martin Brandl, die an schulischen Belangen interessierten Beigeordneten und Abteilungsleiterin Martina Bouché von der Verbandsgemeindeverwaltung Jockgrim.

Alle hätten in ihren Bereichen mitgeholfen, dass die Grundschule St. Wendelinus Hatzenbühl gut aufgestellt sei, so Schwab.

Danach gab Schwab einen Überblick zur Schulgeschichte. Die Geschichte der Schule lasse sich bis in das Jahr 1804 zurückverfolgen. Das jetzige Schulgebäude wurde im Dezember 1956 fertiggestellt und bezogen. Im ersten und zweiten Obergeschoss standen jeweils drei Klassenräume für die etwa 250 Schüler zur Verfügung.

Zuvor waren die Kinder in zwei Gebäuden untergebracht. Das war jedoch wegen akuter Raumnot und des schlechten Zustands der jeweiligen Schulgebäude nicht mehr vertretbar.

1966, nach der Einführung eines neunten Volksschuljahres, benötigte die inzwischen auf über 350 angewachsene Schülerzahl wieder einen neuen Raum.

Kurzerhand wurde im Erdgeschoss, ein ursprünglich als Schulküche vorgesehener Raum, in einen weiteren Schulsaal umgewandelt.

Die Schülerzahlen stiegen stetig weiter und bereits 1970 wurde ein Pavillon für drei weitere Räume aufgestellt. Zwei Jahre später gab es sogar eine „Wanderklasse“, welche in die jeweiligen Räume umzog, die während des Sportunterrichts nicht genutzt wurden.

Im Schuljahr 1972/73 hatte die Schule ihre höchste Schülerzahl in ihrer Geschichte mit 389 Schülern.

In der Volksschule waren von 1910 bis 1976 Schwestern aus dem Schulschwesterinstitut der Dominikanerinnen aus Speyer an der Schule tätig. Die Namen der Schwestern Theophania, und Otmara sind noch bei vielen Hatzenbühlern in Erinnerung.

1976 mit dem Ausscheiden von Schwester Otmara, der letzten klösterlichen Lehrkraft, endete auch die Ära der Schulschwestern in Hatzenbühl.

Im Schuljahr 1975/76 waren insgesamt 18 Lehrer in Hatzenbühl tätig und mit Schichtunterricht sollte dem Raummangel Abhilfe geschaffen werden. Erst mit dem Bau der 1976 eingeweihten Römerbadschule (der heutigen IGS) in Rheinzabern änderte sich die Raumnot.

So besuchten dann alle Hauptschüler der Verbandsgemeinde Jockgrim ab der 5. Klasse die neu errichtete Schule am Römerbad.

Die Bezeichnung „Volksschule“ wurde 1976 als Begriff in „Grundschule“ für die Klassen 1 bis 4 umgewandelt.

1986/1987 bot die Grundschule als erste Fremdsprache Französisch an, Englisch wurde erst in 2005/06 als verpflichtendes integriertes Unterrichtsfach angeboten. Seit Juli 1996 führt die Schule in Hatzenbühl den Namen „Grundschule St. Wendelinus Hatzenbühl“.

In den Schuljahren 1997/98 beginnt die „Volle Halbtagsschule“ mit täglich verlässlichen Schulzeiten. 1998 beginnt das Computerzeitalter auch in der Grundschule in Hatzenbühl und im Jahr 2000 erhält die Schule einen eigenen Computerraum.

Seit dem Schuljahr 2015/16 ist die Grundschule St. Wendelinus Ganztagsschule des Landes Rheinland-Pfalz in Angebotsform. An der Schule wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt, der Schulhof wurde von Eltern und dem Elternbeirat neu gestaltet und das gesamte Mobiliar wurde ausgetauscht.

Hierfür bedankte sich die Schulleiterin Claudia Schwab nochmals herzlich bei allen Verantwortlichen, die Kraft und auch Geld für Bildung und Erziehung der Schüler investierten.

Schüler zeigten ihr Geschick beim Seilspringen.

Schüler zeigten ihr Geschick beim Seilspringen.

Bürgermeister Uwe Schwind überbrachte die Glückwünsche von Seiten der Verbandsgemeinde Jockgrim als Schulträgerin.

Er bedankte sich ausdrücklich beim Lehrerkollegium unter der Verantwortung der Schulleiterin Schwab und dem nichtpädagogischen Personal für ihre hervorragende Arbeit zugunsten von Schule und Schulkindern. Mit der Ganztagsschule habe die Grundschule St. Wendelinus in Hatzenbühl gute Voraussetzungen für eine weitere gute Zukunft erlangt.

Sein Dank galt auch Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin für die gute Zusammenarbeit gerade bei der Erlangung der Ganztagsschule, denn der Weg dorthin war mit einigen Hindernissen versehen.

Ortsbürgermeister Karlheinz Henigin gratulierte der Grundschule zu ihrem Jubiläum. So habe er die Schule lange Jahre selbst als Schüler begleitet und er zeigte sich erfreut, über deren Entwicklung seit dieser Zeit.

Nach den offiziellen Reden präsentierten sich die Schüler mit Beiträgen wie Tanz, Flötenspiel und Seilspringen, bevor der Festakt beendet wurde und das Schulfest auf dem Schulgelände seine Fortsetzung fand. (jb)

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