Sonntag 15.Februar 2026

Wieder Reizgas: Polizeieinsatz an Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen

27. Januar 2026 | Kategorie: Ludwigshafen, Regional, Rhein-Pfalz-Kreis

Symbolbild: Pfalz-Express

Ludwigshafen –  Schon wieder Ärger und ein Einsatz an der Karolina-Burger-Realschule: Am Dienstagmittag (27. Januar 2026) hat ein bislang unbekannter Täter im Treppenhaus der Reizgas versprüht.

Das Gas breitete sich in die angrenzenden Klassenräume aus, 25 Schüler klagten über Atemwegsreizungen. Fünf von ihnen wurden vorsorglich in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst rückten sofort aus, um die Situation zu sichern. Die Polizei Ludwigshafen hat die Ermittlungen aufgenommen. Bereits am Vortag hatte es an derselben Schule einen ähnlichen Vorfall mit Reizgas gegeben.

„Brennpunkt-Schule“ 

Die Karolina-Burger-Realschule steht seit einigen Monaten im Blickpunkt, weil es dort wiederholt sicherheitsrelevante Vorfälle gab. Lehrkräfte hatten in einem Brandbrief auf eskalierende Zustände im Schulalltag hingewiesen, darunter Schlägereien, Bedrohungen, Vandalismus und ein Messerangriff auf eine Lehrerin im Mai 2025. 

Polizeieinsätze an der Schule sind nahezu Alltag geworden. Die Schule gehört zu den Einrichtungen, bei denen über verstärkte Maßnahmen zur Gewaltprävention und mehr Präsenz von Fachkräften diskutiert wird.

Nach den anhaltenden Vorfällen haben das Innen‑ und Bildungsministerium von Rheinland‑Pfalz ein gemeinsames Maßnahmenpaket vorgestellt, um die Sicherheit an sogenannten „Brennpunktschulen“ zu verbessern. Bildungsminister Sven Teuber (SPD) betonte, dass jedes Kind ein Recht auf einen sicheren Lernort habe und Gewalt an Schulen inakzeptabel sei.

Als Teil der Maßnahmen ist eine verstärkte, regelmäßige Polizeipräsenz an betroffenen Schulen vorgesehen, bei der Beamte zu festen Zeiten und mit klaren Ansprechpartnern auf dem Gelände sein sollen, auch und besonders  an der Karolina‑Burger‑Realschule.

Darüber hinaus soll eine zentrale Vertrauensstelle für Lehrkräfte und pädagogisches Personal eingerichtet werden, die psychosoziale Unterstützung bei Gewalterfahrungen und Bedrohungen bietet.

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