
CDU-, SPD- und Grüne-Politiker: Wenn es um´s Baumpflanzen geht, sind sich die Vertreter der unterschiedlichen Parteien einig.
Kandel – Seit 30 Jahren sind Ost- und Westdeutschland wieder vereint: Am 3. Oktober 1990 trat der Einigungsvertrag in Kraft, mit dem die frühere DDR der Bundesrepublik beitrat – damit war die Teilung Deutschlands nach 45 Jahren überwunden.
Zum Gedenken an diesen Tag hatte Stadtbürgermeister Michael Niedermeier (CDU) letztes Jahr die bundesweite Baumpflanzaktion #Einheitsbuddeln in Kandel eingeführt. „Die Veranstaltung ist mir eine Herzensangelegenheit und soll in Kandel zur Tradition werden“, so Niedermeier.
„Die Einheit ist ein Gewinn für unser Land. Viele Menschen kämpften für diese Freiheit und erreichten sie schließlich“, so der 1. Beigeordneter der Stadt Kandel, Michael Gaudier, in seiner Rede. Gleiches gelte für die Natur. Auch da müssten die Menschen zusammenstehen, eine Einheit bilden, denn nur gemeinsam könne die Klimakrise bewältigt werden. „Daher ist das Zusammenführen von Einheitsfest und Naturschutz das richtige Zeichen“, so Gaudier, der sich auch für die musikalische Umrahmung der Stadtkapelle Kandel und Unterstützung durch den Bauhof bedankte.
Der katholische Pfarrer Stanislaus Mach segnete die von einer Seniorin gespendete Steineiche, die an diesem Tag stellvertretend für die weiteren 100 Bäume in der Lauterburger Straße gepflanzt wurde.

Erster Beigeordneter Michael Gaudier (li.), Pfarrer Mach.
Die Baumpflanzung in Kandel ist mehr als ein symbolischer Akt. Die Stadt will gemeinsam mit Edeka Burger insgesamt 101 Bäume im gesamten Stadtgebiet pflanzen und so nicht nur ein Zeichen setzen, sondern aktiv zu einem besseren Klima beitragen.
Coronabedingt fand die Veranstaltung dieses Jahr im kleinen Rahmen statt. Trotzdem sind Landtagsabgeordnete, Gemeinderäte und auch Pierre-Marie Rexer aus der Partnerstadt Reichhoffen der Einladung nach Kandel gefolgt und gedachten gemeinsam mit Kandel an 30 Jahre Deutsche Einheit.

Die Steineiche ist gesetzt.
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