Samstag, 28. November 2020

Wendt über Vorfälle beim Relegationsspiel in München entsetzt

31. Mai 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Nachrichten, Panorama
Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft. Foto: dts Nachrichtenagentur

Rainer Wendt, Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft.
Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, hat sich entsetzt über die Vorfälle beim Relegationsspiel 1860 München gegen Jahn Regensburg geäußert.

Dort war in der 80. Minute wurde das Spiel für gut 15 Minuten unterbrochen worden, weil 1860-Fans Becher, Sitzschalen und Stangen auf das Feld warfen. Zahlreiche Polizisten sicherten das Spielfeld ab, hatten aber Mühe, die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen.

„Die Ereignisse von München sind erschreckend. Wie können eigentlich aus Sitzen Wurfgeschosse werden? Da muss sich schon der Stadionbetreiber fragen, ob baulich alles in Ordnung ist“, sagte Wendt.

Insgesamt hätten die deutschen Profiligen die Sicherheit in den Stadien in den vergangenen Jahren schon deutlich verbessert, unter anderem durch professionelle Einlasskontrollen und dem Einsatz moderner Videotechnik. „Ich halte einen verstärkten Einsatz von Videokameras mit Gesichtserkennungssoftware für überlegenswert. Diese Technik ist notwendig, um Täter zu überführen und die Straftaten zu ahnden.“

Eine Personalisierung von Tickets ist nach Ansicht von Wendt „kein Königsweg“. Die Einführung personalisierter Tickets sei dort sinnvoll, wo es häufiger zu Vorfällen kommt. „Aber wir dürfen nicht alle Vereine bestrafen, denn der Verwaltungsaufwand ist enorm.“

Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sagte zu den Vorfällen in München: „Wir brauchen keine personalisierten Tickets für alle Spiele, sondern ein konsequentes Vorgehen gegen gewalttätige Chaoten, die sich als Fußballfans tarnen, aber durch ihre Gewaltbereitschaft dem Fußball und ihrem Verein massiv schaden.“ (dts Nachrichtenagentur)

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