
Blutüberströmt wurde Dominik Lieboner in ein Ludwigshafener Krankenhaus eingeliefert.
Foto: v. privat
Ludwigshafen – Dominik Lieboner wollte mit einer Bekannten einen netten Abend in einer Ludwigshafener Diskothek verbringen. Der endete anders als gedacht: Lieboner landete schwer verletzt im Krankenhaus, weil er seine Bekannte vor zwei Belästigern schützen wollte.
Zwei ausländische Männer hatten seine Begleiterin begrapscht und verbal belästigt. Als Lieboner die Männer aufforderte weiterzugehen, wurde er bedroht: „Weißt du wer ich bin? Wir kriegen dich draußen! Wir warten auf dich,“ hätten diese gesagt.
Nachdem Lieboner sich nicht aus der Ruhe bringen ließ und „Geh einfach“, gesagt habe, sei er von einem Mann gestoßen worden, während der zweite ihm mit einer Glasflasche ins Gesicht schlug. Die Flasche zerbrach, der junge Mann erlitt schwere, stark blutende Schnittwunden.
Ein Security-Mitarbeiter drückte ihm Tücher auf die Wunden, die bis zum Eintreffen der Rettungskräfte völlig durchgeblutet waren. Andere Sicherheitskräfte der Discothek hielten die Angreifer fest, bis die Polizei vor Ort war.
Im Krankenhaus wurde Lieboner mit 30 Stichen genäht, die Narben werden bleiben. Bis dahin hatte bereits einen Liter Blut verloren – etwa ein Sechstel des gesamten Blutvolumens. Dazu kam eine leichte Gehirnerschütterung und die Erkenntnis: Ein minimales Stück weiter oben hätte ihn der Angriff mit der Flasche das linke Auge gekostet.
Lieboner trainiert seit zwei Jahren Krav Maga, eine Selbstverteidigungs-Kampfsportart. Dennoch habe er die plötzliche Attacke weder kommen sehen noch habe er sich verteidigen können: „ Der erste Stoß hat mir das Gleichgewicht genommen – und in dem Moment kam auch schon schon die Flasche.“
Er sei schockiert über ein solches Verhalten Frauen gegenüber und gegen andere Menschen im Allgemeinen. Und auch von von der Skrupellosigkeit, mit der der Angriff vonstatten ging, so Lieboner. „Trotzdem würde ich jederzeit wieder so handeln.“ (cli)

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