Sonntag, 31. Mai 2020

Wegen möglicher Corona-Gefahr: Das Mandelblüten-Fest ist abgesagt

3. März 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Regional

Gimmeldingen: Mandelblüten-Panoramaweg.
Foto: Kermann

Neustadt. Das beliebte Gimmeldinger Mandelblütenfest findet jedes Frühjahr im Weindorf Gimmeldingen, einem Ortsteil von Neustadt an der Weinstraße, statt. Das Weinfest mit dem einmaligen Fokus auf die Mandelblüte ist das älteste seiner Art und eröffnet traditionell die Weinfestsaison in Deutschland.

Gerade wurden die neuen Mandelblütenhoheiten gekrönt, nun gibt es für alle, die das Fest mögen, eine überraschende Meldung der Neustadter Stadtverwaltung.

„Aktuell häufen sich die Verdachts- und Krankheitsfälle auf eine Infektion mit dem Corona-Virus in Rheinland-Pfalz. Die Stadtverwaltung muss davon ausgehen, dass das Virus auch Neustadt erreichen wird, selbst wenn es Stand heute noch keinen bestätigten Fall gibt. Diese Situation hat Einfluss auf das öffentliche Leben“, so Silke Hauenstein von der Stadtverwaltung Neustadt.

Auf Anraten seines Verwaltungsstabs und entsprechender Empfehlungen der medizinischen Fachberater der Stadt auf der Grundlage der Risikoeinschätzung von Großveranstaltungen des Robert-Koch-Instituts habe sich Oberbürgermeister Marc Weigel heute dazu entschlossen, das Mandelblütenfest 2020 aus präventiven Gründen abzusagen.

„Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, aber die potenzielle Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr, wenn wir zehntausende Menschen aus allen Regionen Deutschlands zu uns einladen und sich dort Menschen auf engstem Raum begegnen, schätzen wir als nicht vertretbar ein. Zudem würden wir mit der Großveranstaltung eine nicht unerhebliche Anzahl von unseren Hilfsorganisationen und Einsatzkräften binden, deren Ressourcen wir zur Zeit schonen müssen“, so OB Weigel.

„Es gilt zum Schutz der Gäste und der Touristen, vor allem aber auch der Bevölkerung, eine großflächigere Infektion zu begrenzen bzw. zu verhindern.
Wichtig ist, dass wir alles tun um eine Ausbreitung des COVID-19 so gering wie möglich zu halten, damit unser Krankenhaus und das Gesundheitssystem nicht von einer Vielzahl an Coronafällen überrollt werden.“

Der Oberbürgermeister hat einen Verwaltungsstab ins Leben gerufen und die Technische Einsatzleitung mit der Erarbeitung vorbeugender Maßnahmen beauftragt.

Weiterhin gilt die Vorgehensweise, dass Patienten sich telefonisch an die niedergelassenen Hausärzte oder an die Bereitschaftspraxis unter der Telefonnummer 116117 wenden können. (stadt-nw/desa)

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