
Volkstrauertag in Hagenbach
Foto: Stadt Hagenbach
Hagenbach – Zum Volkstrauertag erinnerte Stadtbürgermeister Christian Hutter an die Toten der Weltkriege und die Opfer von Gewalt.
Begleitet vom Musikverein Rheingold, dem Chorwerk des Arbeitergesangvereins und der Reservistenkameradschaft Bienwald, erinnerte Hutter an die Erlebnisse und Schicksale von Kriegsopfern.
Die Hagenbacher Vereine traten mit ihrer Fahne auf. Zahlreiche Bürger, darunter Altbürgermeister F.X. Scherrer und die Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Iris Fleisch, gedachten ebenfalls der schlimmen Tage.
Hutter fragte und beantwortete zugleich: „Ist der Volkstrauertag tatsächlich etwas Altmodisches, Verstaubtes und Vergangenes, ein Relikt des 20. Jahrhunderts, das in unserem Jahrhundert keinen Platz mehr hat? Das sind sicherlich Fragen, die sich viele stellen, die sich nicht näher mit dem Volkstrauertag beschäftigt haben und seine Bedeutung nicht kennen. Bedenkt man aber, dass niemals in der Geschichte der Menschheit so viele Menschen Opfer von Kriegen, brutaler Gewalt und Terroranschlägen geworden sind wie im vergangenen und diesem Jahrhundert, stellt sich die Frage vielleicht anders. Über 55 Millionen Menschen starben allein im Zweiten Weltkrieg. Mit den heutigen Massenvernichtungswaffen könnten in kürzester Zeit noch mehr Menschen getötet werden.“
All diese Menschen unterschiedlichster Nationen hätten Wünsche und Hoffnungen auf eine Zukunft gehabt, die aufgrund menschenverachtender Politik brutal zerstört wurden. Millionen Frauen litten nach dem Tod ihres Mannes Not und mussten ihre Kinder alleine erziehen.
„Millionen Kinder haben ihren Vater nie kennen gelernt und mussten ohne ihn aufwachsen. Millionen Menschen mussten in Bombennächten oder auf der Flucht ihr Leben lassen. Millionen starben an den Kriegsfolgen, in den KZs oder als Zwangsarbeiter. Viele von ihnen haben auf den Kriegsgräberstätten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ihre letzte Ruhestätte gefunden. Sie sind eine Mahnung für den Frieden“, so Hutter.
Bei Kranzniederlegungen der Reservistenkameradschaft Bienwald an den Gedenkstätten auf dem Alten Friedhof gedachte Hutter gemeinsam mit seinen beiden Beigeordneten Tobias Zimmermann und David Betsch den Opfern.
„Und doch müssen wir uns erinnern. Müssen die Erinnerung an unsere Jugend weitergeben. Nur so können wir aus den Fehlern der Vergangenheit langfristig lernen und uns unsere Zukunft in Frieden und Freiheit bewahren“, so Hutter zum Abschluss seiner Rede.

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