
Auf dem Hauptfriedhof der Stadt Landau findet jedes Jahr eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag statt.
Foto: ld
Landau. „Deutschland trauert am Volkstrauertag um die Opfer der beiden Weltkriege. Wir betrauern Millionen von Toten: Die Opfer der Gewaltherrschaft, Soldaten, die Opfer des Luftkriegs, Flüchtlinge, Vertriebene.
Wir beklagen unvorstellbares Leid, das in der Summe kaum mehr zu erfassen und kaum mehr vorstellbar ist.“ Mit diesen Worten hat Oberbürgermeister Thomas Hirsch die Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag auf dem Landauer Hauptfriedhof eröffnet.
Die Stadt gedenkt jedes Jahr mit einer Feierstunde der Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus; auch in den Stadtdörfern sowie auf dem Französischen Friedhof finden Gedenkveranstaltungen statt.
In seiner Ansprache zitierte der Landauer Stadtchef auch den Präsidenten des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Wolfgang Schneiderhan. Dieser hatte betont, dass sich die Intention des Volkstrauertags im Laufe der Jahre und Jahrzehnte gewandelt habe.
„Ich stimme voll und ganz zu“, sagte Hirsch. „Der Volkstrauertag kann nicht mehr nur ein Tag sein, an wir erinnernd und trauern zurückblicken, sondern er muss auch ein Tag sein, an dem wir uns bewusst machen, dass Frieden nicht selbstverständlich und dass unser aller Arbeit für den Frieden gefordert ist.“
Das Wissen um die Geschichte, um das unheilvolle Geschehen der Vergangenheit, verpflichte uns dazu, in der Gegenwart die Stimme zu erheben, betonte der OB – „gegen die Verletzung von Menschenrechten, gegen die Verletzung des Völkerrechts in allen Teilen der Welt“.
Der Volkstrauertag sei besonders geeignet, dies deutlich zum Ausdruck zu bringen. „Wir verneigen uns heute vor den Toten der beiden Weltkriege und den Opfern des Nationalsozialismus, gedenken ihrer und nehmen ihr erlittenes Leid als Auftrag und Verpflichtung für unsere persönliche Friedensarbeit“, so der Stadtchef in seiner Ansprache. (ld)

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