
Gemeinsam mit dem Verein für Volksbildung und Jugendpflege und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit veranstaltet die Stadt Landau jedes Jahr am 27. Januar eine Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus.
Foto: ld
Landau. Vor 72 Jahren, am 27. Januar 1945, wurden die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreit. Der Jahrestag der Befreiung wird in Deutschland seit 1996, international seit 2005 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen.
Auch die Stadt Landau veranstaltet gemeinsam mit dem Verein für Volksbildung und Jugendpflege und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit jährlich eine Gedenkstunde in der Kapelle des Hauptfriedhofs – so auch in diesem Jahr.
Oberbürgermeister Thomas Hirsch rief in seiner Ansprache dazu auf, das Gedenken an die von den Nationalsozialisten begangenen Gäueltaten wachzuhalten. „Wachsame Erinnerung, so schmerzhaft sie auch sein möge, ist uner Auftrag“, betonte der OB.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch rief in seiner Ansprache dazu auf, das Gedenken an die von den Nationalsozialisten begangenen Gräueltaten wachzuhalten.
Foto: ld
„Deswegen sind wir heute hier zusammengekommen – nicht aus Gewohnheit, sondern aus Notwendigkeit.“
Der Stadtchef erinnerte an den kürzlich verstorbenen, früheren Bundespräsidenten Roman Herzog, der im Jahr 1996 den 27. Januar zum nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus erklärt hatte.
„Roman Herzog hat in Weitsicht erkannt, wie wichtig es ist, die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen aufrecht zu erhalten und fest zu verankern“, so Hirsch. „Meine Bitte heute lautet: Stellen wir uns den Fakten, auch wenn diese entsetzlich sind. Erinnern wir uns, im Interesse der Zukunft!“
An die einführenden Worte von Oberbürgermeister Hirsch schloss sich eine Lesung der Theatergruppe des Eduard-Spranger-Gymnasiums an. Die Schülerinnen lasen aus dem kürzlich erschienenen Buch „So lange wir leben, müssen wir uns entscheiden“, das den Dialog zwischen dem Holocaust-Überlebenden Jehuda Bacon und dem Psychiater und Theologen Manfred Lütz dokumentiert.

An die einführenden Worte von Oberbürgermeister Hirsch schloss sich eine Lesung der Theatergruppe des Eduard-Spranger-Gymnasiums an.
Foto: ld
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch Clemens Kerner an der Orgel. Für die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit sprach Prof. Dr. Wolfgang Pauly, der die Bedeutung von Symbolen für die Erinnerungskultur hervorhob. Als Beispiel für ein solches Symbol nannte er den Kranz, den der Oberbürgermeister im Anschluss an die Veranstaltung am Holocaust-Gedenkstein auf dem Hauptfriedhof niederlegte.
Sein Dank gelte allen Beteiligten, die die Gedenkstunde so würdevoll ausgestaltet hätten, betonte Oberbürgermeister Hirsch; in besonderem Maße aber dem Verein für Volksbildung und Jugendpflege sowie der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, die die Holocaust-Gedenkveranstaltungen seit Jahren gemeinsam mit der Stadt organisieren.
„Es gilt, gemeinschaftlich gegen das Vergessen einzutreten. Der Blick in die Vergangenheit soll uns Mahnung sein, in Zukunft mit größtmöglichem Einsatz für Frieden, Versöhnung, Mitmenschlichkeit, Toleranz und Völkerverständigung einzutreten“, so der Stadtchef. (ld)

Im Anschluss an die Gedenkstunde in der Kapelle auf dem Hauptfriedhof legte Oberbürgermeister Hirsch einen Kranz am Holocaust-Gedenkstein nieder.
Foto: ld

Diesen Artikel drucken



Landau. Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee die Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz. „Wir gedenken der Opfer, deren unmenschliches Leid ...
Landau. „Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ (Richard ...
Landau. Auch in diesem Jahr erinnert die Stadt Landau an die Opfer der Novemberpogrome im Jahr 1938. Am Dienstag, 9. November, findet ...
Landau. Gegen das Vergessen: In der Kapelle des Landauer Hauptfriedhofs fand am 27. Januar eine Gedenkfeier anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung ...
Landau. Am 27. Januar jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Die Stadt Landau, der Verein für Volksbildung und Jugendpflege und die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit laden ...
Landau. „Es geht nicht darum, unseren jungen Generationen Schuld einzureden oder weiterzugeben; es geht darum, für die Zukunft Schuld zu vermeiden.“ Diese ...
Landau. Am 8. Mai 2021 jährt sich die bedingungslose Kapitulation Hitler-Deutschlands zum 76. Mal. Die Stadt Landau wird den Tag der Befreiung ...
Landau. „Deutschland trauert am Volkstrauertag um die Opfer der beiden Weltkriege. Wir betrauern Millionen von Toten: Die Opfer der Gewaltherrschaft, Soldaten, die ...
Landau. „80 Jahre nach den Gräueltaten von November 1938 ist die mahnende Erinnerung heute wichtiger denn je“: Diese eindringlichen Worte richtete Oberbürgermeister ...
Landau. Nie wieder! „Diese Worte, die Teil der neuen Gedenkskulptur im Durchgang der Siebenpfeiffer-Allee sind, sollen zum Innehalten, Gedenken und Erinnern an ...
Landau. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannte auch in der Stadt Landau die Synagoge, Wohnungen und Geschäfte ...
Landau. „Es ist unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass sich die Geschichte des Grauens der NS-Zeit nicht wiederholen kann.“ Diese mahnenden Worte ...














