Berlin – In der BND-Affäre erhärtet sich laut eines „Spiegel“-Berichts der Verdacht, dass der Airbus-Konzern ein langjähriges Ausspähziel der englischsprachigen Geheimdienste, der sogenannten Five Eyes, war.
Bei der Suche nach neuen Observationszielen wurde ein deutscher Mitarbeiter des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus als Treffer markiert. Sein Name wurde zusammen mit einer saudi-arabischen Telefonnummer aufgeführt, wie aus Unterlagen hervorgeht, die dem Nachrichten-Magazin vorliegen.
Bei dem Mann handelt es sich demnach um einen Airbus-Angestellten, der für die Beantragung von Rüstungsexportgenehmigungen bei der Bundesregierung zuständig ist. Viele dieser Anträge werden im Bundessicherheitsrat behandelt, einem geheim tagenden Ausschuss des Bundeskabinetts, dem Bundeskanzlerin und Fachminister angehören.
Der Eintrag belege, dass Datenströme nach dem Stichwort EADS, dem früheren Namen der Airbus-Gruppe, abgesucht wurden. Airbus-Chef Tom Enders soll irritiert und äußerst verärgert über das tagelange Schweigen der Regierung sein, so ein hochrangiger Airbus-Manager. Enders verlange von der Regierung, endlich Stellung zum Vorwurf der Industriespionage zu beziehen. (dts Nachrichtenagentur)

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