Freitag 17.Juli 2026

Verbindungsstraße zur A 65: FWG-Antrag im Stadtrat abgelehnt

27. Juni 2026 | Kategorie: Landau, Politik regional

Dr. Gisela Kalvoda, FWG-Fraktionsvorsitzende
Foto: Rolf H. Epple/Pfalz-Express

Landau. Die FWG Landau hatte in der jüngsten Sitzung des Stadtrats die Prüfung einer neuen Verbindungsstraße von der Wollmesheimer Straße zur Weißenburger Straße und weiter zur A 65 beantragt.

Der Antrag wurde von einer knappen Mehrheit der Ratsmitglieder aus Kosten- und Umweltgründen abgelehnt. Die Fraktion betonte, dass es ihr nicht um einen sofortigen Baubeginn gegangen sei, sondern um eine erneute Prüfung der Machbarkeit unter veränderten Rahmenbedingungen. Eine solche Straße könnte nach Angaben der FWG auch mit Landesmitteln finanziert werden.

Hintergrund des Vorstoßes ist die bevorstehende Entwicklung des neuen Stadtquartiers Landau Südwest. Gleichzeitig soll die Wollmesheimer Straße ab Ende 2026 über einen längeren Zeitraum für Sanierungsarbeiten gesperrt und anschließend deutlich schmaler ausgebaut werden.

Geplante Querungsmöglichkeiten sollen den Verkehrsfluss verlangsamen und die Lebensqualität für Anwohner erhöhen. Das Verkehrsaufkommen selbst werde sich dadurch jedoch nicht verringern, argumentiert die FWG.

Mit dem Bezug des neuen Wohngebiets rechnet die Fraktion mit einer weiteren Zunahme des motorisierten Individualverkehrs auf der Wollmesheimer Straße. Quartiersgaragen und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs dürften mittelfristig keine wesentliche Entlastung bringen, da insbesondere die Anbindungen aus dem Umland noch ausbaufähig seien.

Als mögliche Trasse hatte die FWG eine Weiterführung über den Schlittweg ins Gespräch gebracht. Zudem könnten künftige Veränderungen in der Landwirtschaft und im Weinbau Flächen freimachen, die für eine solche Verbindung genutzt werden könnten.

Eine zusätzliche Verbindungsstraße könnte nach Ansicht der FWG die Baustellen- und Verkehrssituation in der Wollmesheimer Straße und den umliegenden Straßen langfristig entzerren. Verkehrsströme könnten an der Innenstadt vorbeigeführt, das Nadelöhr am Bahnübergang zum Haltepunkt Süd entlastet und die Lärmbelastung besser verteilt werden. „Aus den genannten Gründen sind wir daher weiterhin davon überzeugt, dass sich die Stadt für ihre Bürger dieses Themas annehmen sollte“, so FWG-Fraktionsvorsitzende Dr. Gisela Kalvoda.

 

Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

Kommentare sind geschlossen