Berlin – Die US-Geheimdienste haben eine wichtige Kooperation mit dem BND eingefroren, bei der es darum ging, Bundeswehr-Soldaten im nordirakischen Erbil vor Anschlägen zu schützen.
Das berichtet „Bild“ unter Berufung auf informierte Kreise. Auslöser seien demnach die jüngsten Indiskretionen. Weil aus dem NSA-Untersuchungsausschuss immer wieder geheime Informationen öffentlich werden, überprüfen die US-Dienste ihre Zusammenarbeit mit Deutschland.
Die Bundeswehr ist mit bis zu 100 Mann im kurdischen Teil des Irak, um kurdische Kämpfer an deutschen Waffen für den Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) auszubilden. Der BND baut in Erbil ein System zum Schutz der deutschen Soldaten auf. Dabei ist es auch wichtig, Kommunikation und Truppenbewegungen der Islamisten zu überwachen.
Die Technologie sollte – wie auch schon beim Afghanistan-Einsatz – aus den USA kommen. Es gehe dabei um Dinge, „die man nicht von der Stange kaufen“ könne, zitiert die Zeitung einen Geheimdienstmitarbeiter.
Bereits vor mehreren Wochen hat der BND ein Ersuchen um technische Zusammenarbeit an die Amerikaner übermittelt. Doch auf die Zusage wartet man bis heute. „Das ist irritierend“, erklärte ein Geheimdienstmitarbeiter.
Ein US-Geheimdienstmitarbeiter: „Es geht um Hochleistungstechnik zur elektronischen Aufklärung. Auf unserer Seite besteht die Sorge, dass solche Hardware Teil des deutschen Untersuchungsausschusses werden könnte. Solange dieses Risiko besteht, scheint es schwer vorstellbar, dass wir sensible Technologie zur Verfügung stellen.“
Für die deutschen Soldaten im Einsatz kann die „Force Protection“ überlebenswichtig sein. „Ohne die Technik der Amerikaner“, heißt es aus deutschen Sicherheitskreisen, „sind wir da blind.“ (dts Nachrichtenagentur)

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