Montag 12.Oktober 2026

Unwetterlage in Rheinland-Pfalz: Dreyer, Ebling und Eder machen sich auch Bild über Hochwasser in Zweibrücken

19. Mai 2024 | Kategorie: Regional, Regional, Rheinland-Pfalz, Südwestpfalz und Westpfalz

Zweibrücken: An der Brücke vom Hallplatz zur Fußgängerzone – Treppe zum Schwarzbach.
Foto: Stefan Ziemerle/Pfalz-Express

Südwestpfalz. Bei ihrem Besuch in den vom Hochwasser besonders schwer betroffenen Regionen in der Südwestpfalz und im Großraum Trier haben sich Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Innenminister Michael Ebling und Klimaschutzministerin Katrin Eder am 18. Mai 2024 ein Bild der Lage gemacht.

Sie bedankten sich bei den eingesetzten Rettungskräften und trafen betroffene Anwohner. Auch wenn sich die Lage mancherorts etwas entspanne, so verfolge die Landesregierung weiter aufmerksam, wie sich die Lage weiterentwickele. Auch in der kommenden Nacht bleibe das Land in engem Austausch mit den Kommunen, so die Pressestelle der Landesregierung.

Zur Schadenslage lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts Genaueres sagen, da noch zu viel Wasser in den betroffenen Regionen stehe. Vieles hänge auch von der kommenden Nacht ab. In den nächsten Tagen solle genauer geprüft werden, wie groß das Ausmaß der Zerstörungen tatsächlich ist.

Engagierte Rettungskräfte

„Ich habe vor Ort engagierte Rettungskräfte getroffen. Die Einsatzleiter der örtlichen Katastrophenschutzeinheiten haben in einer unübersichtlichen Hochwasserlage die Einsätze hochprofessionell geleitet. Die vielen Evakuierungen haben Menschenleben geschützt und das Anbringen von mechanischem Hochwasserschutz hat bisher an vielen Stellen vor größeren Schäden schützen können. Allen Einsatzkräften und Helfern gehört mein großer Dank! Auch die Nachbarschaftshilfe läuft auf Hochtouren. Das zeichnet Rheinland-Pfalz aus“, sagte Dreyer nach ihren Besuchen in den Hochwassergebieten Zweibrücken, Contwig und Hornbach in der Westpfalz und den Orten Riveris und Schoden im Kreis Trier-Saarburg.

Krisenstab trifft sich am Sonntag

Am Sonntag wird der Krisenstab der Landesregierung und auch der Ministerrat erneut die Lage nach den Unwettern in Rheinland-Pfalz beraten. „Die Einrichtungen für Katastrophen- und Hochwasserschutz des Landes bleiben auch weiterhin in enger Abstimmung mit den örtlichen Technischen Einsatzleitungen (TEL)“, so Dreyer weiter.

„Insbesondere die sehr gute, auch überregionale Koordinierung der verschiedenen Hilfsorganisationen und die Arbeit der Einsatzkräfte, aber auch die gute Vorbereitung in den betroffenen Gebieten und der Einsatz der Menschen vor Ort“ hätten Schlimmeres verhindert, so Dreyer.

Gute Zusammenarbeit der zuständigen Stellen

„Die zuständigen Stellen aus dem Katastrophenschutz, dem Hochwasserschutz und auch die Polizei haben sehr gut zusammengearbeitet und die Abläufe gut ineinandergegriffen. Auch hieraus können wir als Land wichtige Erkenntnisse für die Neuaufstellung des Katastrophenschutzes und das neue Landesamt für Bevölkerungsschutz gewinnen“, sagte Innenminister Michael Ebling.

Neben den Regeldienstkräften waren bislang etwa 170 zusätzliche Polizeikräfte im Einsatz. „Was unsere Hilfsorganisationen in den letzten 48 Stunden geleistet haben, kann man nicht oft genug betonen. Ein besonderer Dank geht daher an alle haupt- und ehrenamtlichen Helfer“, so Ebling.

Über 1500 Einsätze mit Bezug zur Wetterlage

Seit Donnerstagabend seien im Brand- und Katastrophenschutzportal des Landes Rheinland-Pfalz (BKS-Portal) über 1500 Einsätze mit Bezug zur Wetterlage erfasst worden (439 Hilfeleistungen, 980 Unwettereinsätze, 70 Wassereinsätze).

„Wir haben die akute Unwetterlage überstanden und wechseln von der Starkregen- in die Hochwasserperspektive. Dort verfolgen wir weiterhin aufmerksam die Entwicklung an den Flüssen Saar, Mosel, Ruwer und Rhein. Ich danke den Einsatzkräften und Helfern vor Ort wie in Zweibrücken, die maßgeblich zur Bewältigung der Lage beitragen“, sagte Umweltministerin Katrin Eder.

Auch Schweitzer unterwegs

Auch Sozialminister Alexander Schweitzer war in den Hochwassergebieten unterwegs und machte sich am Nachmittag in Thaleischweiler-Fröschen im Haus Bethesda – eine Einrichtung der Altenhilfe – ein Bild der Lage. „Mir wurden vor Ort in Gesprächen die Ereignisse der letzten Tage aus erster Hand geschildert. Für die Menschen, die hier leben, bedeutet die Einrichtung ihr Zuhause. Ich bin froh, dass dieses Zuhause durch die von der Einrichtung getroffenen Maßnahmen gegen ein Hochwasser geschützt und somit eine Evakuierung der Bewohner verhindert werden konnte“, so Schweitzer.

Besuch in Zweibrücken

Dreyer, Ebling und Eder besuchten gemeinsam die Unwetter-Region in der Südwestpfalz. Sie trafen sich auch mit dem Oberbürgermeister Marold Wosnitza zur Begehung in Zweibrücken.

Unsere Aufnahmen (exklusiv für den Pfalz-Express) entstanden in Zweibrücken alle am 18. Mai 2024 zwischen 15 und 17 Uhr, nachdem die Pegel gerade anfingen zu fallen und die ersten Sperrungen der Innenstadt aufgehoben wurden.

Bildinfos – Fotos alle (15) Stefan Ziemerle

DCC08312 Schrebergarten am Schwarzbach bei Ernstweiler
DCC08319 Schwarzbach hinter dem Kranbauer Tandando

DSC08332
DSC08333
Wasserpumpen in der Schillerstraße in Zweibrücken

DCP8340 Brücke zwischen Hallplatzgalerie und Rathaus

DCP08350 Ecke Poststraße zur Haupstraße tiefster Punkt in Zweibrücken
DCP08353 Einsatzkräfte aus anderen Kommunen sind in der Fußgängerzone im Einsatz

DCP08356 Zweibrücker Schloss – der Platz war die Nacht davor komplett überflutet
DCP08360 Schwarzbach an der Allee nähe Heilig Kreuz Kirche

DCP08367Schwarbach mit überfluteter Unterführung
DCP08369 Unterführung am Schwarzbach nähe Rosengarten

DCP08377 Schwarzbach mit Rathaus im Hintergrund

DCP08378 Brücke von Hallplatz zur Fußgängerzone. Wichtigste Fußgängerbrücke in Zweibrücken

DCP08380 Einsatzkräfte sperren noch immer die Bismarckstraße und Kaiserstraße ab

Fotogalerie  Ziemerle

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