Dienstag, 16. August 2022

Tipps für einen gesunden Schlaf

18. Juni 2022 | Kategorie: Gesundheit, Ratgeber

Quelle: pixabay.com

Sich ins Bett legen, die Augen schließen und nach etwa zehn Minuten ins Land der Träume sinken: Davon können viele Deutsche tatsächlich nur träumen. Rund 80 % in der Altersgruppe von 35 bis 65 Jahren leiden unter Schlafstörungen.

Die Bedingungen der modernen Arbeitswelt machen vielen zu schaffen. Es gelingt nicht immer, nach Feierabend wirklich abzuschalten. Auch Freizeitverhalten spielt eine Rolle. Nicht zuletzt kann sogar ein ungemütliches Bett den gesunden Schlaf behindern. Welche Möglichkeiten gibt es, um die persönliche Schlafqualität zu verbessern?

Vom Tagesgeschehen in die Abendstimmung umschalten

Nur wenn die Gedanken im Kopf zur Ruhe kommen, lässt es sich gut einschlafen. Dadurch senkt sich automatisch der Stresspegel im Körper. Am Tage läuft das Hormon-Programm: „Ich bin fit und wach für alle Anforderungen“. Gegen Abend sollte eine Stimmung von Gemütlichkeit oder entspannte Freude in den Vordergrund treten. Speziell in Familien mit Kindern geht das nicht so leicht. Hilfreich ist es deshalb, das Schlafzimmer bewusst als Ort für die eigene Auszeit einzurichten. Um in eine gute Schlafstimmung zu kommen, sollte man sich mindestens 30 Minuten vor der geplanten Einschlafzeit dorthin zurückziehen. Diese Zeitspanne dient dann dazu, Körper und Geist auf die Nacht einzustimmen.

Das Schlafzimmer – Ort für die wohlverdiente Auszeit

Entspannung gelingt, wenn das Schlafzimmer entsprechend eingerichtet ist. Elektrogeräte, Bügelwäsche, Umzugskartons oder ein Schreibtisch haben dort nichts verloren. In beengten Wohnungen kann ein Raumteiler helfen. Die gesamte Gestaltung im Schlafzimmer sollte auf Wohlbefinden gerichtet sein. Hier darf jeder dem eigenen Geschmack folgen. Beruhigende Wandfarben oder schöne Vorhänge helfen dabei. Manche mögen Bildtapeten an der Wand. Es können Duftlampen eingesetzt werden. Dritte bevorzugen eine schlichte, cleane Möblierung und vollkommene Ordnung. Wichtig ist, dass nichts im Raum an Pflichten, Arbeit und Tagesaufgaben erinnert. Wer in Gedanken schon den nächsten Tag plant, schreibt am besten vor dem Schlaf alles auf einen Zettel. Als Ritual kann er auf den Küchentisch gelegt werden. Erst danach geht es ins Schlafzimmer.

Das Bett als Herzstück im Schlafzimmer

Ein frisch duftendes Bett mit weicher, schöner Bettwäsche wirkt verlockend. Die Bettwäsche berührt Haut und Sinne. Glänzende Satin-Bezüge, elegante Farben, weiches oder kuscheliges Gefühl auf der Haut – all das fördert die Lust am Schlaf. Doch die gesamte Bettausstattung muss stimmen. Zu weiche oder zu harte Matratzen erzeugen Verspannungen. Ist die Bettdecke zu kühl oder schwitzt man im Bett, wird der Schlaf automatisch unruhig. Die Auswahl der Bettausstattung beeinflusst, ob eine erholsame Tiefschlafphase überhaupt möglich ist. Bettenberatung ist nützlich. Manchmal hilft auch der Arbeitgeber. Schlafberatung gehört zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gerade in einem stressigen Berufsumfeld kann es sich lohnen, den Vorgesetzten einmal darauf anzusprechen.

Die richtige Beschäftigung vor dem Schlaf

Oft ist es ein Ritual: Vor dem Schlafen einen Film anschauen oder Nachrichten austauschen. Display-Beleuchtungen beeinflussen die Produktion des Schlafhormons Melatonin. Auch die Inhalte von Filmen und Nachrichten wirken oft stark auf das Gefühlsleben und behindern das Einschlafen. Was kurz vor der Nachtruhe den Schlaf ebenfalls beeinträchtigen kann:
• ganze Mahlzeiten
• Sport
• Heiß duschen
• familiäre Konflikte

Wer unter chronischen Schlafproblemen leidet und mit solchen Tipps nicht weiterkommt, kann bei speziellen Gesundheitsprogrammen die gesunde Nachtruhe wieder lernen.

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