Dienstag, 06. Dezember 2022

Thomas Gebhart zieht Bilanz nach der Klimakonferenz in Lima

16. Dezember 2014 | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional, Regional

Thomas Gebhart mit dem Freiburger Bundestagsabgeordneten Matern von Marschall in Lima.

Südpfalz – Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart (CDU) war als Mitglied der deutschen Delegation zur Weltklimakonferenz nach Peru gereist. Nun ist er zurück und zieht Bilanz.

„Wir dürfen mit unseren Anstrengungen im Bereich des Klimaschutzes nicht nachlassen. Es handelt sich nach wie vor um eine der größten Herausforderungen unserer Zeit“, so Gebhart.  „Da es sich um ein weltweites Problem handelt, muss dieses Thema immer wieder auf die Tagesordnung der Weltpolitik. Insofern gibt es keine vernünftige Alternative zu diesen Konferenzen.“

Lima habe einmal mehr gezeigt, dass es Grenzen dessen gebe, was die Klimakonferenzen leisten könnten. Das Grundproblem bestehe darin, dass die Interessen der Länder sehr unterschiedlich seien. Während ein Teil der Länder sich für weitgehenden Klimaschutz einsetzte, gehe es anderen vor allem um wirtschaftliches Wachstum. Hinzu komme, dass bei den Verhandlungen das Einstimmigkeitsprinzip gelte.

„Wer den ganz großen Wurf auf diesen Klimakonferenzen erwartet, wird enttäuscht. Wer erwartet, dass der weltweite Vertag, der hoffentlich nächstes Jahr in Paris verabschiedet wird, alle Probleme löst, wird ebenfalls enttäuscht“, sagte Gebhart.

Neben den Konferenzen komme es daher vor allem auf technologische Innovation an, um den Grundkonflikt zwischen Umwelt und Klimaschutz einerseits und Wohlstand und Wachstum andererseits zu lösen: „Mit moderner Technologie können wir beides miteinander verbinden. Forschung und Entwicklung sind daher zentral.“

Es sei zudem wichtig, dass die Energiewende ökonomisch, ökologisch und sozial gelinge. „Nur wenn die Umsetzung der Energiewende bei uns erfolgreich ist, hat sie auch eine Chance, zum Modell für andere Länder zu werden“, so Gebhart abschließend. (red)

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