Donnerstag, 22. Oktober 2020

Thomas Gebhart: Laut Korridorstudie Schienenstrecke Wörth-Neustadt nur geringes Potential für zusätzlichen Güterverkehr

8. Januar 2015 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Politik regional

Wörther Bahnhof
Foto: pfalz-express.de/Licht

Südpfalz – Das Bundesverkehrsministerium teilte dem südpfälzischen Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas Gebhart (CDU) mit, dass die Schienenstrecke Wörth-Neustadt nur ein geringes Potential für die Aufnahme zusätzlichen Güterverkehrs biete.

Dies ergebe sich aus den bisherigen Erkenntnissen der Korridorstudie Mittelrhein. Derzeit werden die abschließenden Arbeiten am Bericht dieser Studie durchgeführt.

Davon unabhängig wird, wie von Thomas Gebhart vorgeschlagen, geprüft, ob im neuen Bundesverkehrswegeplan ein Ausbau der Strecke für den Personenverkehr aufgenommen wird.

In der aktuellen Antwort des Bundesverkehrsministeriums an Thomas Gebhart heißt es weiter, dass sich aufgrund des starken Stadtbahnverkehrs im Bereich Karlsruhe/Wörth tagsüber auch bei einem Ausbau nur eine Güterzugtrasse pro Stunde und Richtung realisieren ließe.

„Dies ist bei Weitem nicht ausreichend, um die Kapazitätsprobleme im Schienengüterverkehr zwischen den Regionen Rhein-Neckar und Karlsruhe zu lösen. Zur Aufnahme in das Zielnetz der Korridorstudie werden daher alternative Ausbaukonzepte für den Güterverkehr favorisiert“, so Gebhart.

Das Ministerium werde aber unabhängig davon den Ausbau der Strecke Wörth-Neustadt für den Personenverkehr für die Aufnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan weiter prüfen. Thomas Gebhart hatte in der Vergangenheit das Schienenprojekt bereits für den Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagen, allerdings ausdrücklich für den Personenverkehr.

Korridorstudie Mittelrhein

Die Güterstrecke entlang des Rheins ist eine der am meisten genutzten Schienenstrecken in Europa. Auf dieser Route verkehren die Güterzüge zwischen den großen Umschlaghäfen Rotterdam und Genua, und viele wichtige Industriestandorte sind ebenfalls an der Strecke angesiedelt.

Für den Korridor zwischen Köln und Karlsruhe wird in den kommenden Jahren außerdem ein starker Verkehrszuwachs prognostiziert. Um die Leistungsfähigkeit des europäischen Schienenverkehrsnetzes zu gewährleisten, soll zum einen die Kapazität der Strecke erhöht und zum anderen der Lärmschutz für die Anwohner wesentlich verbessert werden.

Das BMVI hat deshalb 2012 einen Gutachter beauftragt, Lösungsvorschläge zu erarbeiten. In Kürze beginnt das Verkehrsministerium mit den Planungen für eine Vorstellung der Ergebnisse der Studie.

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