
Foto (KI): Pfalz-Express
G Edenkoben – Gute Nachrichten für die von der invasiven Ameisenart Tapinoma magnum geplagten Anwohner in der Verbandsgemeinde Edenkoben: Die Bekämpfungsmaßnahmen der vergangenen Monate zeigen erste deutliche Erfolge. In mehreren Gemeinden ist der Befall spürbar zurückgegangen, teilweise sind die Ameisen sogar weitgehend verschwunden.
Besonders positive Ergebnisse meldet die Verbandsgemeindeverwaltung aus Altdorf, Böbingen, Edenkoben und Burrweiler. Auch in Hainfeld hat sich die Situation verbessert. Dort und in den anderen betroffenen Orten wurde die Ausbreitung der Ameisen mit Kieselgur und Nematoden bekämpft.
Der Aufwand war beträchtlich: Im Laufe des Jahres wurden rund 2.500 Kilogramm Kieselgur eingesetzt. Hinzu kamen Nematoden, winzige Fadenwürmer, die auf insgesamt etwa zwei Hektar Grünflächen ausgebracht wurden. Außerdem ließen die Verantwortlichen 287 Ameisenproben untersuchen. In 101 Fällen wurde die invasive Art Tapinoma magnum nachgewiesen.
Bekämpfung muss konsequent fortgesetzt werden
Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Eberhard Frankmann, und Christian Weiller, der die Maßnahmen vor Ort betreut, ziehen eine vorsichtig positive Bilanz. „Die Kombination Nematoden und Kieselgur funktioniert, wenn man nur dranbleibt“, erklären die beiden. Entscheidend sei, die Bekämpfung konsequent fortzusetzen.
Mit den sinkenden Temperaturen werden die Ameisen nun zunehmend weniger aktiv. Deshalb ist voraussichtlich Mitte Oktober ein letzter Einsatz mit Nematoden geplant. Kieselgur soll weiterhin verwendet werden, allerdings in geringeren Mengen. Wie Weiller erklärte, hängt der weitere Einsatz der Mittel stark von der Witterung ab.
Im Frühjahr könnte der Befall wieder zunehmen
Eine endgültige Entwarnung gibt es trotz der bisherigen Erfolge nicht. Sobald die Temperaturen im kommenden Jahr wieder steigen, werden auch die Ameisen aktiver.
Die Verbandsgemeinde will deshalb gemeinsam mit den betroffenen Anwohnern die Bekämpfung fortsetzen, um eine erneute starke Ausbreitung möglichst zu verhindern.
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