
Foto: Pfalz-Express
In Herxheim breitet sich die invasive Ameisenart Tapinoma magnum aus, die ursprünglich aus dem westlichen Mittelmeerraum stammt. Diese Art bevorzugt die Nähe von Menschen und verursacht erhebliche Schäden an der Infrastruktur.
In vielen Gemeinden der Bundesrepublik hat Tapinoma magnum schon erhebliche Schäden, wie zum Beispiel den Ausfall der Stromversorgung im Stadtgebiet Kehl, verschuldet.
Die Ameise nistet bevorzugt in vegetationsarmen Bereichen wie Gärten, Parks und unter Pflastersteinen. Auffällig ist der unangenehme Geruch nach ranziger Butter, den sie bei Bedrohung absondert, sowie ihre Aggressivität, die in schnellen Bissen mündet. Durch ihre Fähigkeit, Superkolonien mit mehreren Königinnen zu bilden, bedroht sie heimische Ameisenarten und stört das ökologische Gleichgewicht.
Die Arbeiterinnen sind 2 bis 3,5 Millimeter groß und variieren stark in ihrer Größe. Bei Bedrohung verströmen sie einen unangenehmen Geruch nach ranziger Butter.
Superkolonie in Herxheim – betroffene Straßen
In Herxheim wurde eine solche Superkolonie in der Ortsmitte vom Institut für Schädlingskunde in einem Fachgutachten nachgewiesen.
- Friedhof Herxheim
- Keßlerstraße beidseitig
- Peter-Betz-Straße am Übergang zur Keßlerstraße
- Kirchberg Nord- und Südseite
- Untere Hauptstraße 147-155 beidseitig
- Burggasse (westliche Straßenseite)
- Niederhohlstraße (östliche Straßenseite) bis zur Einmündung Bussereaustraße
Welche Mittel sind wirksam?
Um die weitere Ausbreitung und damit verbundene Schäden an Gehwegen, gepflasterten Flächen und Isolierungen von Gebäuden zu verhindern, ist eine effektive Schädlingsbekämpfung notwendig. Experten empfehlen den Einsatz von speziellen Ködergelen mit Insektiziden wie Maxforce Quantum und Advion Ameisen Gel. Bei starkem Befall wird der Einsatz professioneller Schädlingsbekämpfer angeraten.
„Bekämpfungsmaßnahmen gegen ausgedehnte Superkolonien gebietsfremder Ameisenarten können nur erfolgreich sein, wenn Kommune und Anwohner zusammenarbeiten und auf diese Weise die Ameisen sowohl im öffentlichen Raum als auch auf Privatgrundstücken bekämpft werden“, sagt Diplom-Biologe Dr. Felke, Sachverständiger des Instituts für Schädlingskunde. „Je mehr Betroffene keine Maßnahmen durchführen (lassen), desto geringer ist die Chance, den Befall deutlich zu reduzieren oder sogar zu tilgen.“
Die örtliche Verwaltung plant Maßnahmen zur Bekämpfung der Superkolonie im öffentlichen Raum. Anwohner in den betroffenen Gebieten können bei der Verwaltung geeignete Wirkstoffe erhalten.
Weitere Informationen und Unterstützung bei der Bekämpfung von Tapinoma magnum in Herxheim sind über die Verbandsgemeinde Herxheim per E-Mail an ameisenbekaempfung@herxheim.de erhältlich.
Falls vor dem Auslegen der Fraßköder eine zuverlässige Identifizierung der auf dem jeweiligen Anwesen vorkommenden Ameisen erforderlich ist, kann das Institut für Schädlingskunde kontaktiert werden.

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