Freitag, 18. Oktober 2019

Tag der Patientensicherheit: Asklepios Kliniken Kandel und Germersheim erklären Sicherheitsstandarts

23. September 2016 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Wirtschaft in der Region
Handhygiene ist gar nicht so einfach. Fotos: Über Asklepios

Handhygiene ist gar nicht so einfach.
Fotos: Über Asklepios

Kandel und Germersheim – Zum „Tag der Patientensicherheit“ informierten die Asklepios Südpfalzkliniken Kandel und Germersheim Mitte September zum Thema Sicherheit im Krankenhaus.

Initiator war das Aktionsbündnis für Patientensicherheit e.V.

In den Eingangshallen der beiden Häuser gab es Informationsständen über die Themen Sicherheit im OP, Hygiene und Fehlervermeidung. Auch in praktischen Übungen versuchen konnte man sich veruchen. Nebenbei liefen Informationsvideos, die diese Themen ebenfalls aufgriffen.

Die Händedesinfektion gilt als die wirksamste Maßnahme gegen Krankenhauskeime. Mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit und einer UV-Lampe konnten die Besucher das Ergebnis direkt überprüfen. Werden die eingeriebenen Hände unter das UV-Licht gehalten, leuchtet die Flüssigkeit blau: so wird deutlich, welche Stellen zu kurz kamen.

Einige Besucher waren überrascht über ihr gut geglaubtes Resultat. Judith Wendel, Hygienebeauftragte der Asklepios Südpfalzkliniken, zeigt wie es richtig geht.

Nebenan erläutern Ärzte der Kliniken die OP-Aufklärung. Dr. Karlheiz Elger, ärztlicher Direktor in der Asklepios Südpfalzklinik in Germersheim, erklärt den Ablauf der Patientenaufklärung.

Am dritten Informationsstand zeigen die Qualitätsmanagementbeauftragten der Kliniken, welche weiteren Maßnahmen für die Patientensicherheit in den Kliniken in Kandel und Germersheim sorgen. So erhalten beispielsweise alle Patienten, die in einer Asklepios Klinik operiert werden sollen, bei ihrer Aufnahme ein Patientenarmband. Auf diesem Armband sind alle wichtigen Daten vermerkt. Es ist sozusagen ihre persönliche Visitenkarte.

Außerdem werden bei allen Operationen anhand einer Sicherheits-Checkliste alle Aspekte mehrmals kontrolliert und dokumentiert, die für den bevorstehenden Eingriff relevant sind.

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Auf einem Video, das auf einem der aufgestellten Fernseher läuft wird der Ablauf bei einer Operation von der Aufnahme bis nach der OP aufgezeigt.

Die Sicherheits-Checkliste ist in drei Schritte unterteilt. Das „Sign In“ findet noch vor der Narkose zwischen Anästhesist und Patient statt. Das „Time Out“ wird im Operationssaal, unmittelbar vor der Operation, vom gesamten OP-Team durchgeführt und der letzte Schritt, das „Sign Out“ schließt die Operation noch im Saal ab und umfasst auch die Unterzeichnung der Checkliste selbst.

Um auch außerhalb des OPs Fehler zu vermeiden, wurde ein anonymes Fehlermeldesystem in den Kliniken eingeführt. Das sogenannte „CIRS“ (Critical Incident Reporting System) kommt ursprünglich aus der Luftfahrt und bietet nun auch allen Mitarbeitern in den Asklepios Kliniken eine anonyme Meldeplattform für den „Beinahe-Fehler“.

Die Meldungen werden von einem ausgewählten Gremium behandelt und kommuniziert, um weitere „Beinahe-Fehler“ dieser Art zukünftig zu verhindern. So sollen Fehler gar nicht erst geschehen.

Auch die Mitarbeiter der beiden Kliniken kamen bei der Veranstaltung nicht zu kurz. Sie hatten die Möglichkeit ihr Wissen bei einem Quiz zu testen. Bei den Mitarbeitern fand das großen Anklang: „Es war interessant und half, das eigene Wissen mal wieder aufzufrischen. Vor allem aber wurde einem wieder bewusst, warum wir das alles täglich machen und wie wichtig es ist!“ sagt Sandrina Götz, Mitarbeiterin im OP in Kandel.

Über Asklepios:

Asklepios zählt zu den führenden privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Die vor mehr als 30 Jahren gegründete Klinikkette Betreibt über rund 150 Gesundheitseinrichtungen zwischen der Nordseeinsel Sylt und Lindau am Bodensee und beschäftigt bundesweit mehr als 46.000 Mitarbeiter.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden rund 2,3 Mio. Patienten bei Asklepios behandelt.

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