Aleppo- Der von Rebellen gehaltene Ostteil der syrischen Großstadt Aleppo ist erstmals komplett von der Außenwelt abgeschnitten.
Mehr als 300.000 Menschen seien damit eingeschlossen, berichtet „Bild“ unter Berufung auf eigene Quellen.
Aufgrund von massiven Angriffen der Armee von Baschar al-Assad, verbündeter Milizen aus dem Iran und der russischen Luftwaffe käme seit 48 Stunden niemand mehr in die Stadt hinein oder aus ihr heraus.
Ärzte und Journalisten sowie ein Sprecher der „Freien Syrischen Armee“ in der Stadt bestätigen, dass zum jetzigen Zeitpunkt weder Nahrung noch humanitäre Hilfsgüter oder Verletzte die „Castillo-Straße“, den bislang einzigen Zugang nach Aleppo, passieren könnten.
Seit Montag seien die Angriffe mit Artillerie und Luftschläge der Koalition um Diktator Assad so stark, dass die Stadt als völlig eingekesselt angesehen werden müsse.
Gleichzeitig versuchten iranische Milizen auch auf dem Landweg nördlich der Stadt vorzudringen, um die letzte Verbindung zur Außenwelt auch auf dem Boden abzuschneiden.
Die erstmalige Einkesselung Aleppos im fünfjährigen Bürgerkrieg in Syrien steht in krassem Widerspruch zur Einschätzung von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier der Situation vor Ort. Dieser hatte noch am 10. Mai von einer „deutlichen Beruhigung der Lage“ gesprochen. (dts Nachrichtenagentur)

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