
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin- Vor der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch dringt der Deutsche Städtetag auf eine bundeseinheitliche Verschärfung der Corona-Regeln.
„Trotz beängstigend steigender Zahlen müssen wir einen zweiten vollständigen Lockdown wie im Frühjahr verhindern“, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung (SPD) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
„Dazu werden in allen Regionen mit hohen Infektionszahlen vorübergehend strengere Regeln nötig sein, die zu weniger Kontakten führen.“ Diese Regeln sollten in Nordrhein-Westfalen nicht anders als in Baden-Württemberg sein. Alle Länder sollten die gleichen Maßnahmen ergreifen, wenn die Grenze von 35 oder 50 Infektionen je 100.000 Einwohner überschritten werde, forderte Jung.
„Dann blicken die Menschen besser durch und haben wir nicht dauernd die öffentliche Debatte über einen Flickenteppich. Wenn jetzt nicht entschlossen gehandelt wird, besteht die Gefahr, dass drastische Maßnahmen nötig werden, so wie in einigen Nachbarländern“, mahnte der Leipziger Oberbürgermeister.
Man wolle, dass die Zahl der Infektionen deutlich runter geht, ohne dass man die Schulen und Kitas schließen müsse. „Die Menschen sollen weiter einkaufen gehen können. Und die wirtschaftliche Erholung darf nicht abgewürgt werden“, sagte der SPD-Politiker.
Der Präsident des Ifo-Instituts Clemens Fuest lehnt einen bundesweiten Lockdown ab. „Regionale Lockdown-Maßnahmen, angepasst in ihrem Ausmaß an die Infektionslage vor Ort, sind die bessere Lösung“, sagte er dem „Mannheimer Morgen“.
„Wir haben ja auch aus den Erfahrungen mit dem ersten bundesweiten Lockdown gelernt“, so der Ökonom. Der Schutz der Gesundheit habe Vorrang, die Maßnahmen müssten aber verhältnismäßig sein.
Die wachsenden Infektionszahlen belasten nach Fuests Einschätzung die Wirtschaft sehr stark, selbst wenn es keinen staatlich verordneten Lockdown geben sollte. „Die Pandemie ist das Problem und nicht die Reaktion des Staates auf das Virus“, sagte Fuest. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken


Berlin – Städtetagspräsident Burkhard Jung hat Bund und Länder vor ihrer Videokonferenz an diesem Montag zur Geschlossenheit aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ...
Berlin – Vor dem Corona-Spitzentreffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten haben die Kommunen einen bundesweit einheitlichen Bußgeld-Katalog angeregt. „Um ...
Berlin- Die deutschen Städte befürworten strengere Corona-Maßnahmen und sprechen sich für ein Stufenkonzept aus. „Die steigenden Corona-Zahlen in vielen Regionen sind alarmierend. ...
Berlin – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dringt auf eine neue Bund-Länder-Runde, um die Corona-Regeln teilweise zu verschärfen. „Es wäre sinnvoll, dass sich ...
Berlin – Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen dringt der Deutsche Städtetag auf die schnelle Einführung einer ...
Berlin – Der Generalsekretär der FDP, Volker Wissing, kritisiert vor den Bund-Länder-Beratungen zur Halbzeit des November-Lockdowns Forderungen nach neuen Corona-Maßnahmen. „Ich halte ...
Berlin/Washington – US-Politiker wollen aufgrund der Terror-Gefahr die Regeln verschärfen, welche Bürger der meisten EU-Länder zur visafreien Einreise berechtigen. Heimatschutzminister Jeh Johnson ...
Mainz – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat bundesweit einheitliche Regeln für eine Lockerung des Corona-Lockdowns gefordert. „Ich glaube, dass es ...
Berlin – Die Bundesregierung erwägt, bundeseinheitliche Vorgaben zu machen, um die dritte Welle der Corona-Pandemie zu brechen. „Die Länder haben das ganze ...
Berlin – Die Innenministerien der Bundesländer haben sich zufrieden darüber geäußert, dass der größte Teil der deutschen Bevölkerung sich an die Ausgangsbeschränkungen ...
Germersheim/Kreis – Bei einer Kontrolle zur Einhaltung der geltenden Corona-Regeln in Germersheim haben die Mitarbeiter der Ordnungsämter des Kreises, der Stadt und ...













