
Rathausplatz in Landau.
Foto: Pfalz-Express
Landau – Rund 30 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge / Ausländer (UmA = unbegleitete minderjährige Ausländer) sind aktuell in der Obhut des Jugendamts der Stadt Landau. Die jungen Menschen wohnen überwiegend in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.
Um ihnen das Ankommen in Landau zu erleichtern, sucht das Jugendamt Gastfamilien, die bereit sind, den Jugendlichen, die ohne ihre Eltern nach Deutschland gekommen sind, ein neues Zuhause auf Zeit zu geben. Eine Gastfamilie nimmt einen Jugendlichen bei sich im Haushalt auf und wird in der Betreuung, Versorgung und Anbindung vom Jugendamt unterstützt, teilte die Stadt mit.
Für die jungen UmA könne die Unterbringung in einem familiären Lebensort eine gute Perspektive für die Integration sein, hieß es weiter. So könne der Spracherwerb gefördert und dem Schutzbedürfnis der jungen Geflüchteten entgegengekommen werden.
Offen für andere Kulturen sein
Wer einen minderjährigen Geflüchteten, der sich ohne seine Eltern in Deutschland befindet, in der Familie aufnehmen möchte, sollte eine große Offenheit für andere Lebenskonzepte und Kulturen mitbringen. Gastfamilien werden durch das zuständige Jugendamt vermittelt und müssen bestimmte Formalitäten erfüllen wie zum Beispiel die Vorlage eines Führungszeugnisses.
Wichtig zu wissen, betont die Stadt: „Die Gastfamilien werden nicht allein gelassen, sondern von pädagogischen Fachkräften auf ihre Aufgabe vorbereitet, geschult und begleitet.“
Familien, Paare und alleinstehende Personen, die Interesse haben, einen jungen geflüchteten Menschen bei sich aufzunehmen, können sich an den Pflegekinderdienst des Jugendamt Landau (pflegekinderdienst@landau.de oder 0 63 41/51 51 57 oder 0 63 41/51 5127) wenden.

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