Dienstag, 07. April 2020

Sportlerverträge: Rechte, häufige Formulierungen und Streitigkeiten

26. November 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Freizeit & Hobby, Ratgeber, Recht

Wie bei allen Verträgen gilt: Vor der Unterschrift zuerst genau informieren.
Foto: Pixabay/Aymanejed/CC0 Creative Commons

Es sind vor allem die Spieler aus dem hauseigenen Nachwuchs, die für die Profiklubs immer wichtiger werden.

Einerseits kosten die jungen Talente kaum Geld, andererseits kann man sie – vor allem im Fußball – um extrem hohe Summen verkaufen, wenn der Nachwuchskicker dann doch einmal in Richtung Ausland aufbrechen will. Hat man ein Talent gefunden, so geht es natürlich darum, dass dieses langfristig an den Verein gebunden wird.

Im Junioren-Bereich gibt es etwa die sogenannten Förderverträge, die die jungen Talente zu Vertragsspielern machen, die auch Rechte und Pflichten haben. Neben den Förderverträgen gibt es aber auch das Sponsoring. Dabei geht es um die Zuwendung von Sach-, Finanz- und/oder Dienstleistungen durch Einzelpersonen, Unternehmen, einer Gruppe von Personen, Institutionen oder auch von Organisationen.

Bei Unsicherheit: Mustervertrag des DFB nutzen

Um den Spieler wie auch den Verein gleichermaßen zu unterstützen, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Mustervertrag erarbeitet, der sich auch mit der Thematik der Förderverträge befasst. Somit kann sichergestellt werden, dass die jungen Talente eine rechtliche Sicherheit genießen und so sich zu 100 Prozent auf die Leistungen konzentrieren können.

In einem Fördervertrag wird die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und dem Nachwuchsspieler schriftlich festgehalten – zudem werden die Rechte und Pflichten geregelt. Aber auch Sponsoren-Regelungen, vertragliche Vereinbarungen mit Ausrüstern oder auch vereinsabhängige Klauseln finden sich in einem derartigen Vertrag – zu beachten ist, dass die diversen Klauseln aber nie gegen das Sportrecht verstoßen dürfen. Das heißt, der Vertrag muss sich sehr wohl am Gesetz orientieren.

Aber nicht nur der Verein ist hier gefragt – es geht natürlich auch darum, dass sich der Spieler an bestimmte Regeln halten muss, wenn er sich für einen Fördervertrag entscheidet. So geht es beispielsweise darum, dass er an diversen Trainingseinheiten oder auch an Maßnahmen des Vereins teilnimmt. Tritt etwa eine Verletzung auf, so darf die Behandlung beispielsweise auch nur vom vereinsinternen Arzt durchgeführt werden.

Man sollte also erst dann einen Vertrag unterschreiben, wenn man die Regeln auch einhalten kann – ist das nicht der Fall, so sollte man natürlich eine Nachverhandlung diverser Punkte anstreben.

Symboldbild: dts Nachrichtenagentur

Die Rechte und Pflichten

In einem Sponsoring-Vertrag finden sich Leistungen des Sponsors, die Gegenleistungen des Gesponserten, der Punkt Ausschließlichkeit, die Regeln zum Wohlverhalten, zur Vertraulichkeit, die Zweckbindung und auch zum Thema Doping sollte es einen eigenen Punkt geben. Aber auch persönliche Leistungen wie auch ein Erfüllungsinteresse oder auch Informationen zu Vertragsstrafen sollten Teil eines derartigen Vertrags sein. Selbstverständlich sind in Sponsoring-Verträgen auch Informationen über das Inkrafttreten, die Laufzeit und des Weiteren auch die Optionsrechte enthalten.

Je detaillierter ein derartiger Vertrag aufgesetzt wurde, desto geringer ist am Ende natürlich auch die Gefahr für den Gesponserten. Aber auch der Sponsor kann sich, wenn er die Details ausarbeitet, viel Ärger ersparen, wenn der Schützling dann doch einmal über die Stränge schlägt.

Das vertragliche Festhalten der Leistungen

Wichtig sind natürlich die Leistungen des Sponsors. Das heißt, in diesem Punkt – der in fast allen Fällen auch der § 1 ist – geht es darum, dass die Leistungen beschrieben werden. Es geht also um die Höhe der Zahlung(en), um das Datum der Überweisung(en) und auch darum, wofür die Geldleistung(en) bezahlt wurde.

In § 2, also der Gegenleistung, werden dann jene Leistungen angeführt, die der Gesponserte erfüllen muss, damit es zu einer Zahlung durch den Sponsor kommt.

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