
Wie bei allen Verträgen gilt: Vor der Unterschrift zuerst genau informieren.
Foto: Pixabay/Aymanejed/CC0 Creative Commons
Es sind vor allem die Spieler aus dem hauseigenen Nachwuchs, die für die Profiklubs immer wichtiger werden.
Einerseits kosten die jungen Talente kaum Geld, andererseits kann man sie – vor allem im Fußball – um extrem hohe Summen verkaufen, wenn der Nachwuchskicker dann doch einmal in Richtung Ausland aufbrechen will. Hat man ein Talent gefunden, so geht es natürlich darum, dass dieses langfristig an den Verein gebunden wird.
Im Junioren-Bereich gibt es etwa die sogenannten Förderverträge, die die jungen Talente zu Vertragsspielern machen, die auch Rechte und Pflichten haben. Neben den Förderverträgen gibt es aber auch das Sponsoring. Dabei geht es um die Zuwendung von Sach-, Finanz- und/oder Dienstleistungen durch Einzelpersonen, Unternehmen, einer Gruppe von Personen, Institutionen oder auch von Organisationen.
Bei Unsicherheit: Mustervertrag des DFB nutzen
Um den Spieler wie auch den Verein gleichermaßen zu unterstützen, hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) einen Mustervertrag erarbeitet, der sich auch mit der Thematik der Förderverträge befasst. Somit kann sichergestellt werden, dass die jungen Talente eine rechtliche Sicherheit genießen und so sich zu 100 Prozent auf die Leistungen konzentrieren können.
In einem Fördervertrag wird die Zusammenarbeit zwischen dem Verein und dem Nachwuchsspieler schriftlich festgehalten – zudem werden die Rechte und Pflichten geregelt. Aber auch Sponsoren-Regelungen, vertragliche Vereinbarungen mit Ausrüstern oder auch vereinsabhängige Klauseln finden sich in einem derartigen Vertrag – zu beachten ist, dass die diversen Klauseln aber nie gegen das Sportrecht verstoßen dürfen. Das heißt, der Vertrag muss sich sehr wohl am Gesetz orientieren.
Aber nicht nur der Verein ist hier gefragt – es geht natürlich auch darum, dass sich der Spieler an bestimmte Regeln halten muss, wenn er sich für einen Fördervertrag entscheidet. So geht es beispielsweise darum, dass er an diversen Trainingseinheiten oder auch an Maßnahmen des Vereins teilnimmt. Tritt etwa eine Verletzung auf, so darf die Behandlung beispielsweise auch nur vom vereinsinternen Arzt durchgeführt werden.
Man sollte also erst dann einen Vertrag unterschreiben, wenn man die Regeln auch einhalten kann – ist das nicht der Fall, so sollte man natürlich eine Nachverhandlung diverser Punkte anstreben.

Symboldbild: dts Nachrichtenagentur
Die Rechte und Pflichten
In einem Sponsoring-Vertrag finden sich Leistungen des Sponsors, die Gegenleistungen des Gesponserten, der Punkt Ausschließlichkeit, die Regeln zum Wohlverhalten, zur Vertraulichkeit, die Zweckbindung und auch zum Thema Doping sollte es einen eigenen Punkt geben. Aber auch persönliche Leistungen wie auch ein Erfüllungsinteresse oder auch Informationen zu Vertragsstrafen sollten Teil eines derartigen Vertrags sein. Selbstverständlich sind in Sponsoring-Verträgen auch Informationen über das Inkrafttreten, die Laufzeit und des Weiteren auch die Optionsrechte enthalten.
Je detaillierter ein derartiger Vertrag aufgesetzt wurde, desto geringer ist am Ende natürlich auch die Gefahr für den Gesponserten. Aber auch der Sponsor kann sich, wenn er die Details ausarbeitet, viel Ärger ersparen, wenn der Schützling dann doch einmal über die Stränge schlägt.
Das vertragliche Festhalten der Leistungen
Wichtig sind natürlich die Leistungen des Sponsors. Das heißt, in diesem Punkt – der in fast allen Fällen auch der § 1 ist – geht es darum, dass die Leistungen beschrieben werden. Es geht also um die Höhe der Zahlung(en), um das Datum der Überweisung(en) und auch darum, wofür die Geldleistung(en) bezahlt wurde.
In § 2, also der Gegenleistung, werden dann jene Leistungen angeführt, die der Gesponserte erfüllen muss, damit es zu einer Zahlung durch den Sponsor kommt.
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Landau. Am Donnerstag, 19. November, 19.30 Uhr, findet im Otto-Hahn-Gymnasium, Eingang Westring 11, Mensa, ein Vortrag „Ihre Rechte und Pflichten als Patient ...
Die Digitalisierung unserer Gesellschaft hat längst den TV-Bereich erreicht. Streamingdienste verlagern durch den Kauf exklusiver TV-Rechte den Fernseh-Konsum mehr und mehr auf ...
Landau. Der Landauer Torsten Wollersen hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden und mit dieser Eigenschaft ausgestattet, schon etliche Missstände aufgedeckt. Er selbst schildert dies ...
Berlin – Die Bundesregierung schließt ein Verbot der Partei „Die Rechte“ nicht aus. Sie werde „kontinuierlich“ und „intensiv“ auch im Hinblick „auf ...
Neustadt/Weinstraße – Licht und Schatten am Freitagabend auf dem Weinfest bei den „Haiselscher“ vor dem Saalbau: Dort war gerade die die Pfälzische ...
Karlsruhe – Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Rechte der Mieter bei der Wohnungsrenovierung gestärkt. Klauseln, die dem Mieter einer unrenoviert übergebenen Wohnung ...
Kaiserslautern – Auf Facebook wird wild spekuliert: Gibt es einen Ebola-Fall in Kaiserslautern? Abgebildet auf einem Beitrag ist ein Foto von zwei ...
Bad Bergzabern – „Innerfamiliäre Streitigkeiten“ in der Schwanenfamilie auf dem Stauweiher der Kurstadt hatten am Dienstag die Polizei und das Ordnungsamt der ...
Es kommt schon mal vor, dass Weihnachtsgeschenke nicht passen oder nicht gefallen. Ein Umtausch erscheint da naheliegend – doch ist das problemlos ...
Berlin – Rechte Kriminalität nimmt in Deutschland weiter zu. Die Polizei habe im vergangenen Jahr bis einschließlich November 12.650 Delikte von Rechten ...
München – Die neue bayerische Grenzpolizei, die am Montag bei einem Festakt in Passau gegründet wird, soll dieselben Rechte bekommen wie die ...












