Neustadt. In Zeiten knapper Kassen wird der sparsame und zielgerichtete Umgang mit den verfügbaren Finanzmitteln immer wichtiger. Das gilt auch für den Sport, der sowohl in den Vereinen als auch dort, wo er im privaten Rahmen ausgeübt wird, von den Leistungen der Kommune in hohem Umfang profitiert.
Die Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße hat deshalb die Erstellung eines Sportentwicklungskonzepts in Auftrag gegeben, um künftig die Verwendung der Mittel für den Betrieb und die Sanierung von Sportanlagen am erwarteten Bedarf auszurichten. „Wir wollen den Vereinen keine Entwicklungspläne und -möglichkeiten nehmen, sondern sie intensiv einbinden“, so Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer bei der Vorstellung des Konzepts Anfang des Jahres.
Mit dem Sportstättenentwicklungsplan wolle man untersuchen lassen, „was wir haben, was wir brauchen und wie wir das, was wir brauchen, in den kommenden Jahren gemeinsam umsetzen können“.
Das Konzept wird vom Europäischen Institut für Sozioökonomie (EIS) in Zusammenarbeit mit dem Sportwissenschaftlichen Institut der Universität des Saarlandes erarbeitet. Verantwortlicher Projektleiter ist Dr. Werner Pitsch.
Für dieses Konzept werden Daten zur Bevölkerungsentwicklung mit Informationen zur Sportstättennutzung, zur Beurteilungen der Qualität von Sportstätten und zur Sportnachfrage der Bevölkerung sowohl in Vereinen als auch außerhalb formaler Organisationen zusammengeführt. Damit soll für alle Sporttreibenden eine möglichst gute und den jeweiligen Bedürfnissen angemessene Ausstattung an Sportmöglichkeiten erreicht werden ohne dabei Ressourcen zu verschwenden.
Zu diesem Zweck wurden bereits Beobachtungen zur Nutzung der Sportanlagen in Neustadt an der Weinstraße durchgeführt. Dazu besuchten vier Wochen lang eigens autorisierte und geschulte Beobachter mehrfach am Tag alle Sportstätten und erfassten die Zahl der Sportler. In den kommenden Wochen wird nun eine Stichprobe der Bürger von Neustadt zu ihren Sportinteressen befragt. Ergänzt wird diese Befragung durch eine Erhebung bei den Sportvereinen zum Mitgliederbestand, aber auch zur Beurteilung, wie gut welche Sportstätten zum Sportbetrieb aus der Sicht der Vereine geeignet sind.
Für die Bevölkerungsbefragung gilt: Je besser die Sportinteressen dabei erfasst werden, desto besser wird auch das Sportentwicklungskonzept dem Bedarf an Sportanlegen und Sportgelegenheiten in Neustadt in der Zukunft gerecht werden. Es liegt damit im Interesse aller Sporttreibenden, die Datenerhebung nach Kräften zu unterstützen. Umgekehrt liegt es aber auch im Interesse aller nicht am Sport interessierten, an der Befragung teilzunehmen. Damit wird vermieden, dass Finanzmittel in den Sport fließen, die vielleicht an anderer Stelle mehr Nutzen stiften könnten.
Alle, die demnächst einen Brief erhalten werden daher gebeten, an der Befragung teilzunehmen. Alle, die nicht persönlich angeschrieben werden, können ab dem 15. November unter https://www.soscisurvey.de/sepneustadt an der Befragung teilnehmen. (stadt-nw)

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