
Freuen sich über die Aufnahme ins Welterbe: Vorsitzender des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von RLP, Avadislav Avadiev, Innenminister Roger Lewentz, Oberbürgermeisterin und Vorsitzende des SchUM-Städte e.V. Stefanie Seiler, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinden Mainz und Worms Anna Kischner, der Oberbürgermeister der Stadt Worms, Adolf Kessel, und der Oberbürgermeister der Stadt Mainz, Michael Ebling.
Foto: © Stadt Speyer
Die SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz sind vom Unesco-Komitee zum Welterbe erklärt worden. Sie sind damit das erste jüdische Welterbe Deutschlands.
Mit der Eintragung in die Welterbeliste findet ein mehr als 15 Jahre langer Bewerbungsprozess unter Federführung des Landes und unter enger Beteiligung der Städte Speyer, Worms und Mainz und der Jüdischen Gemeinde Mainz seinen Abschluss.
Mit der Aufnahme der SchUM-Stätte in die Welterbeliste wird der außergewöhnliche universelle Wert der SchUM-Stätten mit ihren Synagogen, Fraunschuln, Mikwaot und Friedhöfen anerkannt.
Das Unesco-Welterbekomitee, ein Gremium aus 21 gewählten Vertretern der Mitgliedstaaten, begründet die Eintragung in die Welterbliste damit, dass es sich bei den SchUM-Stätten um richtungsweisende jüdische Gemeindezentren und Friedhöfe handele, deren Form und Gestaltung die jüdische Architektur, Ritualbauten und die Bestattungskultur in ganz Mitteleuropa nördlich der Alpen, in Nordfrankreich und England maßgeblich beeinflussten. An keinem anderen Ort könne ein vergleichbares Spektrum jüdischer Gemeindezentren und Friedhöfe die kulturellen Leistungen europäischer Juden in der Formationsphase der lebendigen Tradition des aschkenasischen Judentums bezeugen, hieß es vom Unesco-Komitee. (red)

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