Montag, 23. Mai 2022

Sparkasse Rhein-Haardt: Nachhaltig erfolgreich trotz schwierigem Umfeld

Geschäftsentwicklung 2021 im Bilanzpressegespräch

29. März 2022 | Kategorie: Allgemein, Kreis Bad Dürkheim, Neustadt a.d. Weinstraße und Speyer, Wirtschaft in der Region

Der Vorstand der Sparkasse Rhein-Haardt: In der Mitte Vorstandsvorsitzender Andreas Ott, rechts daneben Georg Lixenfeld, ganz links Thomas Distler.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Bad Dürkheim. Der Vorstand der Sparkasse Rhein-Haardt, Vorstandsvorsitzender Andreas Ott und die Vorstandskollegen Thomas Distler und Georg Lixenfeld, luden zum Bilanzpressegespräch in die Räumlichkeiten der Hauptgeschäftsstelle in Bad Dürkheim ein.

Nach zwei schwierigen Corona-Jahren war der Vorstand froh, das traditionelle Pressegespräch wieder persönlich durchführen zu können. Die Sparkasse Rhein-Haardt, entstanden aus einigen Fusionen, kann dieses Jahr auf 185 Jahre Bestehen zurückblicken. Begonnen hatte alles 1837 mit der Gründung der Sparkassen Bad Dürkheim, Grünstadt und Frankenthal.

Seitdem ist die Sparkasse ihren Weg erfolgreich weiter gegangen. Und das trotz eines „herausfordernden Umfelds“ wie Andreas Ott sagt.

Solides Geschäftsjahr

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen könne man auf ein solides Geschäftsjahr 2021 zurückblicken, freut er sich.

Besagte Herausforderungen waren die seit langem anhaltende Niedrigzinsphase, Digitalisierung, Regulatorik und nicht zuletzt Corona.

Stetiges Wachstum

Ungeachtet der Pandemie, habe die Bilanzsumme um 2,1 % auf 4,65 Mrd. Euro gesteigert werden können, so Ott. „Hier verzeichnen wir seit Jahren ein erfreuliches, stetiges Wachstum.“

Seit 24. Februar sei der Krieg zwischen Russland und der Ukraine ein Thema. Man sei zwar nicht unmittelbar als Bank, wohl aber menschlich davon betroffen. Man wolle Solidarität zeigen und habe eine Spende von 30.000 Euro an die Flüchtlingshilfe geleistet, erzählt Ott. Auch Mitarbeiter hätten sich privat sehr stark für Geflüchtete eingesetzt.

Wachsendes Wertpapiergeschäft

Der Jahresüberschuss ist aufgrund des anhaltenden Niedrig- bzw. Minuszinsumfeldes gegenüber dem Vorjahr mit 6,3 Mio. Euro rückläufig.
Erfolgstreiber ist neben dem Versicherungs- und Immobilienvermittlungsgeschäft das wachsende Wertpapiergeschäft.

Erfreuliches Wachstum im Kreditgeschäft

Auch im Kreditgeschäft konnte die Sparkasse ein sehr erfreuliches Wachstum von 5,3 % (156,7 Mio. Euro) auf 3,125 Mrd. Euro verzeichnen, was in erster Linie auf Baufinanzierungen zurückzuführen ist. „Das Neubewilligungsvolumen mit 716,8 Mio. Euro (+ 8,7 %) zeigt, dass neben zahlreichen Investitionsfinanzierungen im gewerblichen Bereich, die Immobilienfinanzierung nach wie vor boomt“, so der Vorstandsvorsitzende.

„Jedoch bewegen sich die Preise hierfür inzwischen auf einem hohen Niveau und die Objekte sind begrenzt. Gerade vor dem Hintergrund bereits steigender Zinsen, sei eine langfristige Zinssicherheit bei der Finanzierung empfehlenswert“, so Ott.

Erfreulich sei auch der Zuwachs im Privatkreditgeschäft um 10,5 % auf 58,8 Mio. Euro. Immer mehr Kunden nutzten diese flexible Finanzierungsmöglichkeit, um sich ihre Wünsche – vom Auto bis zur
hochwertigen Einrichtung – mit überschaubaren monatlichen Raten unbürokratisch zu erfüllen.

Die bilanzwirksamen Kundeneinlagen haben sich nur moderat um 0,7 % (24,7 Mio. Euro) auf 3,686 Mrd. Euro erhöht. „Dies zeigt, dass immer mehr Anleger das Investieren in Wertpapier- und Fondslösungen aufgegriffen haben“, so Andreas Ott.

Mit klassischen Anlagen in Zeiten von Negativzinsen könne das Vermögen nicht vermehrt werden, erklärt Ott. „Deshalb beraten wir unsere Kunden aktiv nach deren Bedarf, Risikoneigung und Lebenssituation“.

Die neuen Favoriten: Aktien und Fonds

Und weiter in der Bilanz: Das Kundenvermögen inklusive der Wertpapieranlagen hat einen Zuwachs von 235,6 Mio. Euro (+ 4,9 Prozent) auf 5,038 Mrd. Euro erfahren. Das Wertpapiervermögen auf den Depots unserer Kunden ist zum Jahresende 2021 um 18,5 % auf 1,35 Mrd. Euro gestiegen. Im Blick haben sollten die Anleger auch die Inflation. Die Jahresteuerungsrate betrug 2021 im Durchschnitt 3,1 %. In Gesprächen zeigten die Berater auf, wie die Kunden mit Anlagealternativen dem Realzinsverlust vorbeugen können.

Das neue Sparverhalten zeige sich auch in dem signifikanten Wachstum von 21,6 % bei den Wertpapier- und Fondssparplänen. Nahezu 15 000 Sparpläne seien Ende 2021 bespart worden.

„Je nach Anlegermentalität, steht unseren Kunden eine breite Fonds-Palette zur Verfügung. In der Studie Vermögensbarometer 2021 des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes zeigte sich, dass jahrelang Sicherheit, Verfügbarkeit und Flexibilität die wichtigsten drei Faktoren beim Vermögensaufbau waren“, erklärt Ott.

Nachhaltige Anlagelösungen häufiger nachgefragt

Nicht zuletzt durch die seit Mai 2021 europaweit eingeführte gesetzliche Regelung, den Kunden im Anlagegespräch zu fragen, ob er bei der Anlage nachhaltige Produkte präferiert (die Sparkasse Rhein-Haardt hat diesen Aspekt bereits September 2020 umgesetzt), ist das Interesse an nachhaltigen Investments gestiegen.

Es ist seitens der EU geplant, dass der Kunde künftig noch detaillierter innerhalb unterschiedlichster Nachhaltigkeitskriterien sein Anlageuniversum zusammenstellen kann.

„Inzwischen haben unsere Kunden rund 47 Mio. Euro in den exklusiv bei uns erhältlichen Fonds Pfalz Invest Nachhaltigkeit angelegt. Bereits ab 25 Euro bietet sich auch das monatliche, nachhaltige Sparen an.“ Anleger könnten mit gutem Gewissen investieren, denn die Aktien und Anleihen des Fonds würden nach strengen Kriterien und den Prinzipien ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit sowie nachhaltiger Unternehmensführung bewertet, so Andreas Ott. „Der Fonds kombiniert die Ertragschancen der Aktienmärkte mit der höheren Stabilität der Rentenmärkte“.

Auszeichnung mit dem FNG-Siegel

Aktuell hat der Fachverband Forum für Nachhaltige Geldanlagen e. V. (FNG) die Nachhaltigkeitsstrategie des Pfalz Invest mit der Höchstnote von 3 Sternen
ausgezeichnet. Dieses Gütesiegel ist der Qualitätsstandard für nachhaltige Anlagen im deutschsprachigen Raum.

Wohneigentumserwerb in unsicheren Zeiten gefragt

Die Sparkasse Rhein-Haardt hat in 2021 147 Immobilien mit einem Volumen von 50,8 Mio. Euro vermittelt, was einem erfreulichen Plus von 39,3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Menschen sehnen sich nach einem Ort, an dem sie sich wohlfühlen und Teile der Bevölkerung nach einer stabilen Geldanlage.

Die eigene Immobilie kombiniere Beides, so Ott.

Persönlicher Kontakt zu Kunden ist wichtig – vor Ort, per Telefon, per Videoberatung

Insbesondere in Coronazeiten hat sich die Digitalisierung in allen Bereichen der privaten Haushalte und Unternehmen verändert. „2021 waren wir für unsere Kunden mit unseren Geschäftsstellen nahezu durchgehend präsent und hatten während der Pandemie geöffnet.

Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden hat für uns Priorität“, betont der Sparkassen-Chef.

„Das ist es, was uns als Sparkasse ausmacht und worin wir uns gegenüber
Direktbanken unterscheiden“.

So sei nicht nur der Filialstandort Ellerstadt mit der Modernisierung aufgewertet worden, auch werde für Wachenheim eine ganz neue Filiale geplant, als „ein Bekenntnis zu den Menschen und Firmen vor Ort“. Voraussichtlich 2023 soll die Eröffnung sein.

Auf Anfrage berichtet der Vorstandsvorsitzende, dass die Sondierungsgespräche mit der Sparkasse Donnersberg noch „im Werden“ seien. Die Gespräche seien sehr zeitintensiv, deshalb erwarte man darüber erst im Herbst eine Entscheidung.

Nur einen Anruf entfernt – 55 Stunden in der Woche

Unabhängig von der Pandemie ist das KundenDialogCenter, das am Standort Neustadt betrieben wird, ein wichtiges Bindeglied im Kundenservice. Rund 182 000 Anrufe wurden von dem Team 2021 bearbeitet, was dem hohen Vorjahresniveau des ersten Pandemiejahres entspricht.

„Hier bieten wir montags bis freitags von 8.00 bis 19.00 Uhr telefonischen Service für Privatkunden: von der Hilfe bei der Einrichtung von Online-Banking über Terminvereinbarungen beim Berater, bis hin zur telefonischen Berechnung von Privatkrediten und dem direkten Abschließen. Über die BusinessLine können Firmenkunden telefonisch viele Services nutzen, die ohne einen Besuch des Firmen- bzw. Gewerbekundenzentrums schnell gelöst werden“.

Ausbau der digitalen sowie Video-Beratung

Kundennähe definiere sich nicht nur durch räumliche Nähe, sondern in der Summe aus regionaler, persönlicher und Online-Präsenz. „Wir arbeiten daran, die digitale Beratung sowohl für private als auch gewerbliche Kunden auszubauen. Derzeit bieten wir schon Videoberatung in allen großen Beratungszentren sowie im KundenDialogCenter an“.

Die Nutzung digitaler Angebote nimmt stetig zu. 107 500 Zugriffe pro Tag verzeichnet alleine die Internet-Filiale, der Internetauftritt der Sparkasse Rhein-Haardt, was 2021 39,3 Mio. Zugriffe bedeutete.

Einen hohen Zuwachs von 22 % verzeichnet auch die beste deutsche Banking-App, die App Sparkasse mit rund 33 250 Nutzern. Im März 2022 erfährt diese ein großes Update, um die Kernfunktionen für Kunden noch besser und einfacher zu machen.

Auch das Elektronische Postfach, der digitale Briefkasten für Kontoauszüge, gesetzliche Informationen und Dokumente, verschlüsselte Nachrichten an und vom Berater, erfreut sich ebenfalls wachsender Beliebtheit. Bei 75 700 Nutzern – ein Plus von 10,2 % gegenüber dem Vorjahr – ist dieser im Einsatz.

Für jedes neu eingerichtete Elektronische Postfach bis 1. Mai 2022 pflanzt die
Sparkasse Rhein-Haardt zur Papierreduktion einen Baum in Kooperation mit den Kommunen.

„Mit dieser besonderen Baumspendenaktion möchten wir gemeinsam mit unseren Kunden einen aktiven Beitrag zur Nachhaltigkeit in unserer Region leisten und ein Stück Verantwortung zum Klimaschutz übernehmen“, nennt Ott die Gründe für das Sparkassen-Engagement.

Neuer Kontomehrwert ab Juni 2022: Sparkassen-Bonusprogramm ergänzt
Vorteilswelt

Mit den Privatgirokontomodellen bietet die Sparkasse Qualitätsprodukte zu fairen Preisen und mit vielen Vorteilen. „Als verantwortungsvoll wirtschaftendes Unternehmen müssen wir uns auch den Rahmenbedingungen stellen. Ab 1. Juni 2022 passen wir unter anderem den monatlichen Kontoführungspreis an. Im Gegenzug wird die Treue belohnt. Die Hauptgiromodelle Premium, Vario und Digital enthalten ab Jahresmitte neben der bewährten Sparkassen-Vorteilswelt das neue Sparkassen-Bonusprogramm.

Je mehr Produkte ein Kunde bei uns oder unseren Verbundpartnern nutzt, desto mehr reduziert sich der monatliche Kontoführungspreis: bis zu 100 Prozent Rabatt sind möglich“, so Andreas Ott. Je nach Kontomodell können im besten Fall im Premium- Modell 142,80 Euro im Jahr gespart werden.

Zusätzlich kann durch das Bezahlen mit der Sparkassen-Card (girocard) bei etwa 250 regionalen Geschäften noch ein Geld-zurück-Vorteil auf das Girokonto generiert werden.

Dieser betrug Ende 2021 durchschnittlich 3 Euro monatlich bei aktiven Nutzern.
Diese Mehrwerte sind einmalig in der Region und exklusiv für Kunden der Sparkasse Rhein-Haardt.

Weitere Informationen und das Berechnen der eigenen Rabattstufe sind
unter www.sparkasse-rhein-haardt.de/bonusprogramm zu finden.

Beste Bank vor Ort 2022: erneut 3-facher Testsieger in der Privatkundenberatung

Zum fünften Mal in Folge konnte die Sparkasse Rhein-Haardt den Testsieg beim verbraucherschutzorientierten DIN-Bankentest an den Standorten Frankenthal (Note 1,63), Neustadt an der Weinstraße (Note 1,91) sowie Bad Dürkheim (Note 2,03) für sich verbuchen.

Die unabhängige Gesellschaft für Qualitätsprüfung mbH hat an über 200 Standorten in Deutschland die Beratungs- und Servicequalität sowie das digitale Angebot unter die Lupe genommen. „Ein Beleg dafür, dass wir der richtige Finanzpartner für die Menschen zwischen Rhein und Haardt sind und sowohl in der Beratung als auch digital mit guten Leistungen und Services punkten. Im Sinne unserer Kunden stehen Qualität sowie die kontinuierliche Verbesserung der angebotenen Services im Vordergrund“, so Vorstandsvorsitzender Andreas Ott.

Weil’s um mehr als Geld geht – gesellschaftliches Engagement für die Menschen in der Region

Mit rund 700.000 Euro hat die Sparkasse Rhein-Haardt 2021 soziale, kulturelle und sportliche Projekte unterstützt. So war es möglich, Vereinen und sozialen Einrichtungen im Landkreis Bad Dürkheim sowie in den Städten Neustadt und Frankenthal, die auch im zweiten Corona-Jahr von Einnahmeausfällen betroffen waren, mit Spenden und Sponsoring zu helfen. (desa/red)

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