
Bürgermeister Marcus Schaile (li.) verleiht Horst Rieder die Rudolf von Habsburg Plakette.
Fotos: Siegel
Germersheim – Nur besonders verdiente, außergewöhnliche Persönlichkeit werden von der Stadt Germersheim mit der höchsten Auszeichnung geehrt, der Rudolf von Habsburg Plakette. Einer, der sie nun erhalten hat, ist das ehemalige Ratsmitglied Horst Rieder.
Horst Rieder war Ortsvorsteher des Stadtteils Sondernheim, Beigeordneter der Stadt Germersheim, Kreistagsmitglied und Fraktionsvorsitzender der Germersheimer CDU.
Einen „langjährigen Freund, politischen Mitstreiter, unermüdlichen ehrenamtlichen Kulturförderer, ein mehrfach aktives Vereins- und Verbandsmitglied, ein aktiver Bürger“, der in vielen weiteren Ämtern und Belangen seine Spuren hinterlassen habe, lobte Bürgermeister Marcus Schaile Rieder in seiner Laudatio bei der feierlichen Verleihung der Plakette im Bürgersaal der Stadt.
In der Tat hat Horst Rieder eine außergewöhnliche Palette an Aktivitäten aufzuweisen. Anfang der siebziger Jahre schaltete er sich aktiv ins politische Leben in Germersheim und Sondernheim ein, wurde im Jahr 1972 für zwei Jahre der 3. Beigeordnete der Stadt und war in diesem Amt u.a. zuständig für Jugendangelegenheiten. Über zwanzig Jahre lang, von 1974 bis 1994 agierte Rieder als Ortsvorsteher in Sondernheim.

Vom 1979 bis 1994 und von 1999 bis 2014 war er zudem als Ratsmitglied im Rat der Stadt aktiv.
Viel Wissen und großen Sachverstand zu vielen Themen habe er eingebracht, sagte Schaile. Über 37 Jahre habe er sich „nicht selten vehement und lautstark“ zu Wort gemeldet, wenn es galt, auch unbequeme Themen an- oder Wahrheiten auszusprechen.
Der Stadtchef bescheinigte Rieder einen „klaren Verstand, hartnäckige Akribie verbunden mit konstruktiver Kritik und eine extreme Kondition und Ausdauer“ bei der Verfolgung von Zielen.
Von seiner Tätigkeit in der Prüfgruppe der städtischen Wohnbau-Gesellschaft über das Amt des Vorsitzenden des VDK-Ortsverbands, als Unterstützer der älteren und sozial schwächeren Bürger, von der Feuerwehr bis zum Mitorganisator der 700-Jahr-Feier: Rieder sei Initiator, Motivator, Möglichmacher, so Schaile. Die Gemeinschaft, die Stadt, schulde dem Vorbild Rieder „großen Dank und große Anerkennung“.

Schaile war es auch, der in der Stadtratssitzung am 24. Juli vorgeschlagen hatte, Rieder mit der Rudolf von Habsburg-Plakette zu würdigen. Der Vorschlag wurde damals einstimmig angenommen.
Die geringe Anzahl an derartigen Ehrungen und Auszeichnungen (bisher 21 in 51 Jahren), zeige, dass die Stadt – „ganz in Rieders Sinne“ – sparsam damit umgehe und dass es sich tatsächlich um eine besonders herausragende Würdigung seiner Verdienste handele, so der Bürgermeister.
Information zur Rudolf von Habsburg Plakette
Im April 1963, vor nunmehr 51 Jahren, hat der Stadtrat den grundsätzlichen Beschluss gefasst, zur Erinnerung an Rudolf von Habsburg die gleichnamige Plakette zu stiften, um damit Persönlichkeiten zu ehren und auszuzeichnen, die sich um die Stadt verdient gemacht haben.
Rudolf von Habsburg lebte von 1218 bis 1291. Am 18. August 1276 erhob er, als römisch-deutscher König, die Stadt Germersheim zur Reichsstadt.
In Germersheim in der Schlossgasse hatte König Rudolf seine Burg, von der aus er sich, bereits schwer krank, am 14. Juli 1291 zu seinem letzten Ritt nach Speyer aufmachte, wo er am nächsten Tag, am 15. Juli 1291, starb, um wenig später in der Königsgruft im Speyerer Dom bestattet zu werden.
Im ehrenden Andenken an König Rudolf I. von Habsburg verleiht die Stadt Germersheim nun seit einem halben Jahrhundert die bronzene Rudolf von Habsburg Plakette, die in ganz geringer Stückzahl und in Handarbeit hergestellt werden. (red)


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