Berlin – Der Widerstand der Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gegen die neue Führungsspitze unter Frank-Jürgen Weise wird stärker.
Das geht aus den Redemanuskripten einer Personalversammlung hervor, die dem Nachrichtenmagazin „Focus“ vorliegen. So kritisierte die Gleichstellungsbeauftragte des BAMF, Tanja Biesen, Weise direkt: „Wie haben wir es nur bisher geschafft, ohne eine Person an unserer Spitze, die in jedes sich bietende Mikrofon wiederholt, welch unglaublich unfähigen Haufen er da unter seine weisen Fittiche genommen hat?“
Seit der Übernahme der BAMF-Leitung durch Weise, der gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit (BA) ist, werde die BA „als Heilsbringer“ angepriesen.
Bisher sei man aber auch ohne eine „Hausleitung“ ausgekommen. Personalrat Gernot Hüter beschrieb das BAMF als Behörde in einer „schier aussichtslosen Situation“.
Die Stimmungslage im Bundesamt sei so schlecht, wie er es seit s einem Dienstantritt 1993 nicht erlebt habe. Den meisten Mitarbeitern, so Hüter, „ist die konkrete Hierarchie in der Amtsleitung nach wie vor ein gewisses Rätsel“.
Hüter wandte sich vehement gegen die Reformpläne Weises in der Personalpolitik nach dem Vorbild der Bundesagentur für Arbeit (BA): „Die BA ist die BA und das Bundesamt ist das Bundesamt – und so soll es auch bleiben“, mahnte er.
Der neue BAMF-Leiter Weise dagegen richtete in „Focus“ die unmissverständliche Forderung an seine Mitarbeiter. Er erwarte von jedem, dass er sich verantwortlich fühle, „nichts beschönigt und die Aufgabe angeht“. (dts Nachrichtenagentur)

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