
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Die Türkei hält aus Sicht des saudi-arabischen Botschafters in Deutschland, Faisal bin Farhan Al-Saud, bewusst Beweise zurück, die zur Aufklärung des Mordes am saudischen Journalisten Jamal Khashoggi beitragen könnten.
„Die Türkei hilft nicht bei der Aufklärung. Sie hält bewusst mögliche Beweise zurück, zum Beispiel die Verbindungsnachweise von Khashoggis Telefon. Damit könnten wir herausfinden, wer ihn in die Botschaft gelockt hat“, sagte Al-Saud dem Nachrichtenmagazin Focus.
Der saudische Botschafter wies Spekulationen auch von Seiten der UN zurück, Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman könnte vom Mord im Vorfeld gewusst oder ihn sogar in Auftrag gegeben haben: „Es gibt keine Beweise für die Aussagen der UN. Der Kronprinz hat das Verbrechen aufs Schärfste verurteilt, das habe ich sogar persönlich gehört. Er will, dass so etwas nie wieder passiert.
Und dass die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden“, so Al-Saud weiter. Wie lange der Prozess gegen die mutmaßlichen Mörder noch andauere, könne er nicht sagen. Den Tätern drohe bei Verurteilung die Todesstrafe.
„Auf Kapitalverbrechen wie Mord steht bei uns die Todesstrafe“, so der Botschafter. „Sollten die Richter also feststellen, dass es sich bei den Angeklagten um die Täter handelt, ist die Todesstrafe sehr wahrscheinlich“, sagte Al-Saud dem Nachrichtenmagazin Focus. Khashoggi war am 2. Oktober 2018 im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul ermordet worden. (dts Nachrichtenagentur)
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