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Foto: via dts Nachrichtenagentur
Berlin – Ein sogenannter Roofer, der im vergangenen Juni beim EM-Spiel Deutschland gegen Dänemark auf das Dach des Dortmunder Westfalenstadions geklettert war, soll rund 12.000 Euro für den Einsatz von Hubschrauber, Drohnen und Spezialeinsatzkräften zahlen.
Wie der „Spiegel“ unter Verweis auf Vermerke und Einsatzprotokolle berichtet, gelang es der Polizei erst nach einer Stunde und 40 Minuten, den vermummten Mann aus Osnabrück festzunehmen. Die Polizei ging lange davon aus, dass sich sogar zwei Eindringlinge im Stadion befänden. Ein speziell ausgebildetes Höheninterventionsteam stieg auf das Dach des Stadions, brach den Einsatz aber nach 30 Minuten wieder ab.
Der 22-jährige Kletterer sagte dem „Spiegel“, er sei in der Nacht vor dem EM-Spiel über einen „höchstens zwei Meter hohen Zaun“ gestiegen und dann ins nach allen Seiten offene Stadion gelangt, wo er in einer Hängematte unter dem Dach übernachtet habe. „Hineinzukommen war kinderleicht.“
Zu seinem Motiv sagte der Kletterer: „Ich wollte das perfekte Foto schießen, von ganz weit oben, mit dem voll besetzten Stadion, während unten auf dem Platz die Fußballnationalmannschaft spielt.“ Leute, die sich zur „Roofer“-Szene zählen, dokumentieren ihre gefährlichen Aktionen, bei denen sie auf teils extrem hohe Bauwerke oder Felsen klettern, häufig mit Fotos und Videos und posten diese auf ihren Instagram-Accounts oder auf YouTube.
„Mein Mandant hat auf schwerwiegende Sicherheitslücken hingewiesen“, sagte der Rechtsanwalt, der den Kletterer vertritt. „Er hätte Handgranaten in seinem Rucksack haben können.“ Der Kletterer sagte, das Ganze tue ihm „sehr leid“ und ergänzte, „es war nie meine Absicht, jemandem zu schaden“. (dts Nachrichtenagentur)

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