Samstag, 21. April 2018

Rheinzabern: Pfarrer begrüßt mit Rhe-Na! – Beifall für Predigt

14. Januar 2018 | 1 Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim
Anstecknadel der Rheinzammer Narren. Foto: v. privat

Anstecknadel der Rheinzammer Narren.
Foto: v. privat

Rheinzabern – Pfarrer Marco Richtscheid stand ein Strahlen im Gesicht, als er mit „Rhe-Na!“ den Sonntagsgottesdient am 14. Januar eröffnete.

In mehreren Bankreihen hatten aktive Fasenachter Platz genommen – die Garden im Kostüm, die Erlenbachkrabben in Grün und die Elferräte in ihrer roten Kluft. Zwei Hofnarren erinnerten mit ihrem Kostüm an die Rolle der Narren, den Obrigkeiten die Meinung sagen zu dürfen – wenigstens an Fastnacht. Angeführt wurde die Narrenschar von den amtierenden Hoheiten, Prinz Florian I. und Prinzessin Jasmin I.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Gedenken an die verstorbenen Aktiven, deren man sich anlässlich des Jubiläums „6×11 Jahre Rheinzammer Fasenacht“ erinnerte. In einer mit Beifall bedachten Predigt ging Pfarrer Richtscheid auf die Bedeutung des Lachens und der Lebensfreude ein, die wir Menschen so dringend benötigen, nicht nur in der Fastnachtszeit.

Die Fastnachter vermitteln quasi eine frohe Botschaft. Dass Fastnacht nur im Bezug zum Kirchenjahr und insbesondere Ostern zu verstehen ist, daran erinnerte Pfarrer Richtscheid ebenso, wie er das Helau als verstecktes Halleluja erklärte. Sechs Wochen lang, während der Fastenzeit, wird das Halleluja nicht erklingen, erst wieder an Ostern. Doch an Fastnachtsdienstag darf nochmals ordentlich gefeiert werden, ehe es heißt „Fleisch, lebe wohl – Carne vale!“

Pfarrer Richtscheid erwies den Hoheiten des närrischen Reiches zu Rhe-Na seine Referenz und wünschte sich, öfters in lachende Gesichter schauen zu dürfen. Er betonte aber auch, dass Freud und Leid zusammengehören. An Freud und Leid in der Welt erinnerten indes die Kommunionkinder in einem netten Beitrag.

Eine Gardistin im Kostüm hatte die Lesung vorgetragen, die an die Gefahren überquellender Freude erinnert – nicht zuletzt symbolisiert die Zahl 11 das Überschreiten der in den 10 Geboten geregelten Grenzen. Organist Heinz Kern beendete den Gottesdienst mit dem in himmlischen Klängen vorgetragenen Narhalla-Marsch.

Insgesamt eine wunderbare Feier, freudig und nachdenklich zugleich. Noch lange standen die Gottesdienstbesucher beisammen und schwärmten von dem soeben Erlebten. (gb)

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Ein Kommentar auf "Rheinzabern: Pfarrer begrüßt mit Rhe-Na! – Beifall für Predigt"

  1. Bechler sagt:

    Das finde ich super, Pfarrer Richtscheid ist eine Bereicherung für die Pfarrgemeinde.

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