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Innenminister Michael Ebling (SPD) und Frédéric Bruder, Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung, haben in Mainz einen Vertrag zur dauerhaften Übertragung des Luftrettungsdienstes in der Region Westpfalz unterzeichnet.
Die Konzession beinhaltet neben dem Betrieb des Rettungshubschraubers Christoph 66 auch den Bau und Betrieb einer Luftrettungsstation im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern.
Bei dem Zuschlag über eine Stationierung über einen Zeitraum von 25 Jahren handelt es sich im Hinblick auf das Auftragsvolumen von geschätzt rund 80 Millionen Euro netto um eine der bundesweit größten Vergaben im Luftrettungsdienst.

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„Mit dem Ausbau der Luftrettung legen wir einen weiteren Meilenstein im Bereich der Notfallversorgung für die Westpfalz. Gerade in einem Bundesland mit ländlichen Strukturen können wir so einen flächendeckenden Notarzteinsatz für die Menschen in der Region sicherstellen“, sagte Ebling.
Frédéric Bruder freut sich, dass man im Vergabeverfahren überzeugen konnte. Für die optimale notfallmedizinische Versorgung der Patienten stehe eine sehr erfahrene und hochprofessionelle Crew zur Verfügung. „Mit dem Westpfalz-Klinikum, der Uniklinik Homburg und der Klinik in Idar-Oberstein haben wir kompetente Partner für eine hochqualifizierte Notfallversorgung an unserer Seite. Die Menschen in der Region können sich in Notsituationen auch in Zukunft auf unsere Einsatzbereitschaft verlassen. Wir sind da.“
Die Maschine ist schon seit Sommer 2022 mit einer Rettungswinde ausgestattet. Die Winde mit 90 Metern Seillänge und einer Traglast von rund 250 Kilogramm ermöglicht bei Primäreinsätzen der Notfallrettung in unwegsamem Gelände eine erheblich schnellere Versorgung und Rettung von Patienten. Sie kann aber auch in Katastrophenfällen zur Rettung von Menschen eingesetzt werden.

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Der Standort der neu zu errichtenden Luftrettungsstation wird im Bereich Dörnbach/Imsweiler im Donnersbergkreis angesiedelt. Dort wird die ADAC Luftrettung ihre Expertise im Bau von Luftrettungsstationen einbringen und den neuen Standort nach aktueller Planung Anfang 2026 in Betrieb nehmen.
Bis zum Abschluss des Baus der neuen, dauerhaften Luftrettungsstation wird der Hubschrauber wie bisher vom Interimsstandort am Flugplatz Imsweiler aus im Einsatz sein. Das Einsatzgebiet umfasst die Stadt und den Landkreis Kaiserlautern, die Landkreise Kusel und Birkenfeld sowie den Donnersbergkreis. Das Einsatzgebiet für Verlegungstransporte von Klinik zu Klinik, sogenannte Sekundärtransporte, umfasst die Länder Rheinland-Pfalz und Saarland.
Der zum Einsatz kommende Hubschrauber des Typs H145 ist der leiseste seiner Leistungsklasse und technisch bestens sowohl als Intensivtransporthubschrauber als auch für Notfall- und Windeneinsätze geeignet. Er ist auf lange Flugstrecken ausgelegt und kann so ideal auch für intensivmedizinische Verlegungsflüge genutzt werden.
Das Team der Station in Imsweiler besteht aus drei Piloten und vier Notfallsanitätern der ADAC Luftrettung sowie 15 Notärztinnen und Notärzten der kooperierenden Kliniken. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Einsätze von Christoph 66 bei 1.885. Seit Inbetriebnahme der Rettungswinde im Sommer 2022 wurden bereits 73 Windeneinsätze erfolgreich absolviert.
In der Westpfalz wurde im Jahr 2019 durch das Innenministerium als Träger des luftgestützten Rettungsdienstes erstmals ein eigener, öffentlich-rechtlicher Luftrettungsdienst in der Westpfalz eingerichtet. Bislang war dieser als zeitlich befristete Interimskonzession vergeben worden.

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