
Symbolbild: Pfalz-Express
Südpfalz – Die notfallmedizinische Versorgung in der Region aus der Luft wird durch Stationierung eines weiteren Rettungs- und Intensivtransporthubschaubers (ITH) verbessert.
Der Hubschrauber wird von Ludwigshafen aus starten und kann je nach Bedarf angefordert werden. Das teilte der SPD-Landtagsabgeordnete und Fraktionschef im Landtag, Alexander Schweitzer mit. Innenminister Roger Lewentz und Staatssekretär Randolf Stich hätten ihm dies am Freitag bestätigt.“
„Ich habe gegenüber dem Innenministerium kürzlich den Vorschlag unterbreitet, eine solche Ausweitung der Luftrettungskapazitäten zu prüfen. Unterstützt wurde ich dabei durch die Hinweise des Geschäftsführers der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH, Jürgen See.“
See habe ihm angesichts der Corona-Pandemie, die die französische Nachbarregion Grand Est besonders betrifft, geschildert, dass bei weiter fortschreitender Notlage die Ärzte auch auf der pfälzischen Seite verstärkt im klinischen Dienst gebraucht würden und somit nicht mehr im bisherigen Maße der „strassengebunden“ Notfallversorgung zur Verfügung stehen könnten, so Schweitzer. „Ein Rettungshubschrauber mit entsprechender Crew könnte hier Abhilfe leisten. Ich bin daher sehr froh, dass mein Vorschlag so rasch umgesetzt wird.“
Aus den Informationen des Innenministeriums
Angefordert werden kann der Hubschrauber je nach Bedarf für entsprechende Einsätze in Rheinland-Pfalz, aber auch für Einsätze anderer Bundesländer, der Bundeswehr oder weiterer Bundes- wie Landesbehörden. So kann die notfallmedizinische Versorgung aus der Luft und auch die Verlegung von Covid-19-Patienten sichergestellt werden.
Der Hubschrauber, den die ADAC Luftrettung zur Verfügung stellt, gehört zu den modernsten Rettungshubschraubern und den leisesten seiner Leistungsklasse. Mit zwei Turbinen ist er auf lange Flugstrecken ausgelegt und eignet sich aufgrund seiner Ausstattung auch für Transporte schwer lungenkranker Patienten. Daher kann er für intensivmedizinische Verlegungsflüge von Covid-19-Patienten genutzt werden.
Der Hubschrauber hat fünf zugelassene Sitzplätze sowie eine modulare und flexible Kabinenausstattung, sodass Notarzt und Notfallsanitäter optimalen Zugang zur Patientin oder zum Patienten haben. Die Crew besteht aus einem Piloten, einem Arzt und einem Notfallsanitäter. Technisch ist er auch für Flüge in der Dunkelheit geeignet. Es kann im Bedarfsfall bis zu 24 Stunden geflogen werden.
Da momentan nicht absehbar ist, wie lange der Hubschrauber zur temporären Vorhalteerweiterung erforderlich ist, um die Corona-Krise zu bewältigen, wird die ADAC Luftrettung zur Bereitstellung des Hubschraubers zunächst bis 30. September 2020 beauftragt.
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