Donnerstag, 23. Mai 2019

Reifen selber wechseln

31. Juli 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Auto & Verkehr, Ratgeber

Mit dem richtigen Werkzeug kann man Autoreifen leicht selbst wechseln.
Foto: Pixabay/Emkanic epic/CC0 Creative Commons

Um die Autoreifen zu wechseln, müssen Sie nicht immer unbedingt in die Werkstatt fahren. Reifen können Sie auch selber mit dem benötigten Werkzeug schnell und unkompliziert wechseln.

Der Vorteil äußerst sich in der Tatsache, dass Sie die wichtigsten Utensilien nur einmal anschaffen müssen und die Reifen dann beliebig oft selber wechseln können. Was Sie beim Reifenwechseln beachten sollten, erfahren Sie im Folgenden.

1. Das geeignete Werkzeug

Falls Sie die Reifen selber wechseln möchten, dann sollten Sie keinesfalls zum Wagenheber im Kofferraum greifen. Dieser ist für Notfälle ausgelegt und nicht für den regelmäßigen Reifenwechsel gedacht. Im Idealfall sollten Sie sich einen qualitativ hochwertigen Rangierwagenheber anschaffen, mit dem Sie sicher und unkompliziert die Bereifung an Ihrem Fahrzeug wechseln können.

Des Weiteren benötigen Sie einen geeigneten Schraubenschlüssel oder Radkreuz. Alle relevanten Angaben zu diesen Werkzeugen finden Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs.

2. Reifenprofil überprüfen

Je weniger Profil auf dem Reifen vorhanden ist, umso länger fällt der Bremsweg aus. Darüber hinaus erhöht sich das Unfallrisiko bei Aquaplaning deutlich. Aus diesem Grund sollten Sie vor der Montage des Reifens unbedingt checken, ob noch ausreichend Profil vorhanden ist. Der Gesetzesgeber schreibt eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimeter vor.

Werden Sie mit einem abgefahrenen Reifen erwischt, müssen Sie mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Der ADAC und Reifenhersteller empfehlen aus sicherheitstechnischen Gründen eine Mindestprofiltiefe von 3 bis 4 Millimeter. Die idealen Profiltiefen zu verschiedenen Sommer- sowie Winterreifen finden Sie im thematischen Bereich Sommerreifen bei oponeo.de.

3. Die Vorbereitung

Um für Sicherheit während des Reifenwechsels zu sorgen, sollten Sie keinesfalls vergessen, die Handbremse zu ziehen und den ersten Gang einzulegen. Danach können Sie alle Felgenschloss-Schrauben um eine halbe Umdrehung lösen. Erst danach können Sie den Wagenheber anlegen und das Fahrzeug vorsichtig hochheben. Anschließend lösen Sie die Felgenschloss-Schrauben komplett und nehmen die Räder ab.

Wenn Sie mit Ihrem Auto vor dem Reifenwechsel in der Waschanlage waren, sind Sie klar im Vorteil. Hartnäckiger Schmutz sammelt sich jedoch auf den Radaflageflächen, auf die Sie im montierten Zustand keinen Zugriff haben.

Diesen Schmutz können Sie entweder mit gewöhnlichen Haushaltsreinigern oder mit Pflegemitteln für Felgen bearbeiten. Dabei sollten Sie auch kurz die Bremsscheiben und Bremsbeläge kontrollieren und überprüfen.

4. Richtige Montage

Bei der Montage der Reifen sollten Sie darauf achten, dass Sie die Reifen mit dem besseren Profil auf die hintere Achse montieren. Da die Hinterachse für Stabilität zuständig ist, ist hier ein gut erhaltenes Profil besonders wichtig. Dies gilt sowohl für Sommer- als auch für Winterreifen.

Die Reifen sollten Sie immer achsenweise Tauschen. Die Reihenfolge, wie Sie dabei vorgehen, spielt keine Rolle. Die Radschrauben sollten mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden. Die genauen Werte finden Sie in der Betriebsanleitung Ihres Autos.

5. Optimaler Reifendruck

Nachdem Sie die neuen Reifen erfolgreich montiert haben, sollten Sie auf jeden Fall zur nächsten Tankstelle fahren, um den Reifendruck zu überprüfen. Ein zu hoher oder zu niedriger Reifendruck kann den Verschleiß der Reifen beschleunigen und sich zudem auf den Kraftstoffverbrauch negativ auswirken.

Welcher Reifendruck der richtige ist, finden Sie im Handbuch oder alternativ auf der B-Säule des Autos.

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