Dienstag 14.Juli 2026

Ramberger Bürstenbinderkerwe: Ein Netz der Verbundenheit knüpfen

10. Juli 2023 | Kategorie: Kreis Südliche Weinstraße, Regional, Veranstaltungstipps

Bürgermeister Jürgen Munz (rechts) und sein Kollege aus dem Nachbarort Dernbach, Harald Jentzer, stoßen auf eine erfolgreiche Kerwe an.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Ramberg. Noch bis zum 11. Juli wird in Ramberg die Bürstenbinderkerwe gefeiert. Am Samstag wurde das Fest traditionell mit Gottesdienst, Kerwetanz und Freibier eröffnet.

Nach dem Gottesdienst in der Laurentiuskirche trug auch dieses Jahr wieder die freiwillige Feuerwehr den Kerwebaum in Begleitung der Kuckucksmusikanten, von der Kirche zum Kerweplatz und stellte ihn dort auf.

Anschließend zeigte die Gruppe Stardust ihren Kerwetanz; vor der Ramburghalle durften die Kinder die Kerwebrezel entgegennehmen und aus dem Bierbrunnen floss wieder das Freibier.

Doch zuvor feierte man den Gottesdienst in der Ramberger Kirche um, wie es früher in Pfälzischen Gemeinden immer der Fall war, das Kirchweihfest zu feiern. In Ramberg hält man an dieser Tradition weiter fest.

„Vor 187 Jahren wurde dieses Haus zur Ehre Gottes geweiht. Erbaut von unseren Vorfahren mit viel Arbeit und vielen Entbehrungen. 187 Jahre hat unsere Kirche schon überdauert und dabei zwei Weltkriege überstanden. Aber auch viele festliche Gottesdienste hat sie erlebt und vielen Menschen Zuflucht und Hoffnung gespendet“, so Bürgermeister Jürgen Munz in seiner Ansprache.

Dies sei in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich. „Die Gründe hierfür sind vielfältig. Wachsender sozialer Unfrieden, die schnelle Veränderung der Arbeitswelt und der Gesellschaft an sich, haben in den vergangenen Jahren zu zunehmenden Egoismus geführt. Verbotspolitik und Populismus schwächen den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Ist die Kirche viel zu viel mit sich selber beschäftigt? Liegt es daran, dass der Erhalt von Strukturen viel zu viel im Vordergrund steht? Das Wichtigste ist, die Menschen zu erreichen und wenn die Menschen nicht mehr in die Kirchen kommen, dann sollte die Kirche dorthin gehen wo die Menschen sind“, so Munz.

„Gerade unser christlicher Glaube und seine Werte wie Liebe, Hoffnung, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit sind die Grundlage für ein Gutes und glückliches Miteinander.

Das „schützende Netz der Gemeinschaft“: Thema des diesjährigen Gottesdienstes.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Dies sind die Grundlagen für die Fäden, welche ein schützendes Netz über einer Gesellschaft spannen, was Frau Pastoralreferentin Wendel in ihrer Ansprache sehr zutreffend beschrieben hat.“

Vor dem Gottesdienst war an alle Teilnehmer bunte Fäden ausgeteilt worden. Fäden, die, miteinander verwoben, die Verbundenheit der Gemeinde untereinander zeigen sollten. Verdeutlicht wurde das auch von Wendel, die das Märchen vom bunten Netz, vortrug.

Munz dankte den Mitwirkenden des Gottesdienstes, den Sängerinnen und Sängern des Gesangverein Harmonie mit ihrem Dirigenten und Organisten Joshua Martin sowie den Kuckuckmusikanten aus Wernersberg.

„Alleine bei der Gemeinde sind über die Kerwetage 120 Personen im ehrenamtlichen Einsatz.
Hinzu kommen noch diejenigen, welche beim Gesangverein, beim Sportclub, beim KiTa-Förderverein, der Tanzgruppe und unserer Feuerwehr im Einsatz sind.

Zusammen wohl rund 200 Ramberger, die für die Ramberger Bürstenbinderkerwe aktiv sind (bei ca. 1.000 Einwohnern). Darauf kann Ramberg stolz sein“, freut sich Bürgermeister Munz. (desa)

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