
Hubschrauber der US-Army.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Große Pläne für die Husterhöh-Kaserne in Pirmasens: Die U.S. Air-Force hat angekündigt, in den kommenden Jahren über 200 Millionen Euro in den Bau neuer Gebäude und die Sanierung bestehender Immobilien investieren zu wollen.
Damit einhergehend sollen neue Arbeitsplätze für Zivilbeschäftigte geschaffen werden, die sich um die Wartung und Reparatur von Ausrüstung kümmern sollen.
Entsprechende Pläne hat das Militär am Freitag bekanntgegeben. Auf der Air Base Ramstein fand auf Einladung des zuständigen Kommandeurs, Brigardegeneral Josh Olson, ein Gespräch über die Zukunft der Husterhöhe-Kaserne statt. An dem Gespräch nahmen neben Führungskräften der Air Force auch der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick, Bürgermeister Michael Maas, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rodalben, Wolfgang Denzer sowie die beiden Landtagsabgeordneten Christof Reichert und Steven Wink und einem Vertreter des rheinland-pfälzischen Innenministeriums teil.
Die Vertreter der Air Force erklärten, das Gelände der Husterhöh-Kaserne werde dringend als „operatives Lager“ für militärische Ausrüstung benötigt. Die Air Force plane deshalb, in den nächsten Jahren in neue Gebäude und die Sanierung bestehender Immobilien über 200 Millionen Euro investieren zu wollen. Die exakte Höhe der Investitionen stehe aber noch nicht genau fest.
Nach Angaben der Verantwortlichen handele es sich nicht um eine reine Lagerhaltung. Auf dem Gelände solle künftig vielmehr auch die ständige Instandsetzung, Reparatur und Aufbereitung von Ausrüstung erfolgen. Dadurch würden laut Air Force mehrere hundert neue Arbeitsplätze für zivile Beschäftigte aus der Region entstehen, darunter auch für hochqualifiziertes Personal wie Mechaniker und Ingenieure.
Die Air Force beleuchte zurzeit das gesamte Areal. Es stehe aber noch nicht abschließend fest, ob tatsächlich die komplette Fläche für die geplante Nutzung benötigt werde. Sollte dies nicht der Fall sein, wolle man entweder weitere Nutzungen prüfen, mit denen neue zivile Arbeitsplätze entstehen könnten. Oder man prüfe alternativ, ob Teilflächen für eine zivile Nutzung freigegeben werden können, so die Verantwortlichen.
Oberbürgermeister Markus Zwick, Bürgermeister Michael Maas und Verbandsbürgermeister Denzer bedauern, dass die Flächen mit der Schließung des medizinischen Versorgungsdepots (U.S. Army Medical Material Center Europe) Anfang Oktober 2021 nicht vom Militär für eine zivile Nutzung freigegeben werden. Eigentlich hatten die Städte Pirmasens und Rodalben geplant, die Husterhöhe zum interkommunalen Gewerbegebiet zu entwickeln.
Allerdings begrüßen die kommunalen Vertreter die Pläne der Air Force, zumindest mehrere hundert neue Arbeitsplätze auf der Husterhöhe schaffen und über 200 Millionen Euro in Gebäude investieren zu wollen. So profitieren auch die Bevölkerung und die Wirtschaft vor Ort von der militärischen Nutzung.
Die Führung der Air Base und die kommunalen Spitzen haben vereinbart, im engen Austausch zu bleiben und sich über den Fortschritt der Planungen regelmäßig vertrauensvoll zu informieren. OB Zwick, Bürgermeister Maas und Verbandsbürgermeister Denzer danken General Olson und seinem Team ausdrücklich für den freundlichen und offenen Austausch.

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