Pirmasens. Das Warten hat ein Ende: Am 25. Mai wird der neue Abenteuerspielplatz auf dem Sommerwald offiziell eingeweiht.
Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis übergibt zusammen mit Bürgermeister Markus Zwick und Beigeordnetem Michael Schieler offiziell den Spielplatz seiner Bestimmung.
An der Feier nehmen u.a. auch die Sommerwald-Grundschüler sowie die Mädchen und Jungen der Markus Kindertagesstätte teil. Zum Rahmenprogramm gehört neben Lied-Beiträgen auch ein Luftballonwettbewerb. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.
In den vergangenen elf Monaten ist mit einem Investitionsvolumen von 45 000 Euro rund um das „Gäße“-Denkmal eine generationsübergreifende und multifunktonale Anlage entstanden, die in Pirmasens ihresgleichen sucht.
Kinder und Jugendliche waren bereits in der Planungsphase unmittelbar in die Entwicklung des rund 5 000 Quadratmeter großen Areals am ehemaligen Steinbruch eingebunden.
Die Mädchen und Jungen entwickelten mit Projektleiterin Birgit Deutschmann kreative Ideen zu Papier, wie das neue Freizeitgelände aussehen soll.
Bereits im Modell entstand eine großzügige Ritterspielburg mit Rutsche, Hängebrücke und Kletterwand, die künftig zum Toben und Spielen einlädt. Auch während der Bauzeit waren die Kinder aktiv, griffen zur Schaufel und pflanzten Sträucher.
Wie der neue Spielplatz heißen wird, soll bei der Einweihungsfeier bekanntgegeben werden. Dazu hatte es im vergangenen Monat eigens einen Wettbewerb zur Namensfindung gegeben.
Beigeordneter Michael Schieler lobt das vorbildliche Engagement und konstruktive Zusammenspiel aller Akteure: „An den intensiven Planungen und der Umsetzung unter Federführung des Garten- und Friedhofsamtes haben sich Kinder und Jugendliche ebenso stark beteiligt wie deren Eltern und die Leitungen der Einrichtungen von Grundschule, Kindergarten, Hort und Lern- und Spielstube“.
Besonders hervorzuheben seien auch die vielfältigen Anstrengungen und Initiativen, um für das Großprojekt Spenden einzuwerben, so Michael Schieler weiter.
Insgesamt 13 500 Euro seien unterm Strich zusammengekommen, etwa durch einen Spendenlauf, die Fanta-Spielplatzinitiative sowie das Engagement der Daniel-Theysohn-Stiftung und des Lions-Club.
Neben herkömmlichen Spielgeräten wie Schaukel, Wippe und Co. gehören außerdem ein Bolzplatz, Fahrradparcours und ein naturnaher Abenteuerspielbereich zu den Anziehungspunkten.
Abgerundet wird das Konzept durch eine sogenannte Chil- und Workout-Area mit Baskettballkorb, Wellen-Sinnen-Bank und Balancier-Platte.
Hintergrund: Im Pirmasenser Stadtteil Sommerwald ist zwischen Juni 2017 und Mai 2018 auf einer Fläche von insgesamt 5 000 Quadratmetern ein neuer naturnaher Erlebnisspielplatz in zentraler Lage entstanden.
Kinder und Jugendliche haben sich im Planungsprozess sehr stark engagiert, zahlreiche Ideen eingebracht und auch selbst Hand angelegt. Der Hauptausschuss hatte in der Sitzung am 8. Mai 2017 den Weg für das Projekt freigemacht.
Mit dem Neubau einer zentralen und multifunktonalen Freizeitanlage, die in weiten Teilen barrierefreien ist, wird eine Versorgungslücke auf dem Sommerwald geschlossen, da der alte Spielplatz am Siedlerheim aufgelöst werden musste. In der unmittelbaren Umgebung leben rund 2 400 Menschen, darunter allein 250 Kinder.
Das Konzept sieht einen Bereich für Kleinkinder mit Sandspiel, Korbschaukel, Sitzgelegenheiten und schattenspendende Bäume und Sträucher vor.
Herkömmliche Spielgeräte wie Schaukel, Wippe und Co. gehören ebenso zur Ausstattung wie naturnahe Elemente aus Holz, Stein und Erde, die zum Klettern und Balancieren anregen sollen.
Für Jugendliche ist neben dem bestehenden Bolplatz ein Fahrradparcours entstanden. Realisiert wurde außerdem eine sogenannte Chill- und Workout-Area mit Basketballkorb, Wellen-Sinnen-Bank und Balancier-Platte.
Eine Besonderheit stellt ein Abenteuerspielbereich dar, der einem ehemaligen Steinbruch nachempfunden ist und an die Geschichte des Areals anknüpft, sowie eine Pappel-Bank, die aus einer Pappel geschnitzt wurde, die in der Nachbarschaft des Spielplatzes aus Verkehrssicherheitsgründen gefällt werden musste.
Durch die Einrichtung der multifunktionalen Spielanlage wird auch das „Gäße“-Denkmal wieder stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt.
Die Bronze-Ziegen, die 1989 im ehemaligen Steinbruch aufgestellt wurden, erinnern an die Sommerwald-Siedler, die dort ihre „Gäße“ weiden ließen.
Die Skulpturen-Gruppe war durch das ungarische Bildhauer-Ehepaar Ilona und Karl Barth geschaffen worden. Der Verein Stäbruchfreunde hatte damals durch zahlreiche Aktionen das Stadtviertel-Denkmal finanziert.
Die Kosten für den Bau der multifunktionalen Spielanlage belaufen sich auf rund
45 000 Euro, davon wurden 13 500 Euro durch mehrere Spenden abgedeckt.
Das Garten- und Friedhofsamt hat bei der Planung großen Wert auf die Nachhaltigkeit und damit auf möglichst niedrige Unterhaltungskosten gelegt. Auch das Thema Sicherheit vor Vandalismus ist in die Überlegungen eingeflossen. (pi)

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