
Spatenstich für das neue Offenbacher Rathaus.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
Offenbach. „Das ist ein großer Tag für Offenbach“, so Bürgermeister Axel Wassyl beim heutigen Spatenstich (23. Juli) für den Neubau des Rathauses. Zehn Jahre nach Beginn der Diskussion und vier Jahre nach dem Neubaubeschluss wird das Projekt „Neues Rathaus“ nun angegangen.
Der „alte“ VG-Rat hatte sich die Entscheidung für Sanierung oder Abriss nicht leicht gemacht: Eine Sanierung wäre wesentlich teurer geworden und damit unwirtschaftlich, sodass schließlich ein Neubau beschlossen wurde.
2016 war das Rathaus und der Rathausbrunnen noch unter Denkmalschutz gestellt worden. Dies ging auf Initiative des Architekten Eduard Arnold und des Bildhauers Deutsch zurück. Kurz darauf genehmigte die Kommune den Abriss unter der Auflage, die Betonreliefs zu erhalten.
Der Seitentrakt mit Trauzimmer und Ratssaal ist nun inzwischen abgerissen.

Kunst am Bau: Eines von verschiedenen Betonreliefs des Künstlers Karl-Heinz Deutsch, die erhalten bleiben.
Foto: Pfalz-Express/Ahme
„Unsere Mitarbeiter haben hautnah den Abbruch miterlebt – das Haus (Hauptgebäude- die Red.) hat regelrecht geschwankt“, erklärt Wassyl beim Spatenstich und begrüßt Mitarbeiter der VG, Firmenangehörige sowie den alten und neuen VG-Rat.
Das neue Gebäude wird parallel zum Bestandsgebäude erstellt, danach wird das alte Gebäude abgerissen.
Neun Wochen später als geplant, konnte zum Spatenstich geladen werden. Grund war die Entfernung von Fundamenten, die „laut Plan eigentlich nicht hätten dort sein dürfen“. Wassyl: „Das waren unliebsame Überraschungen“.
„Wir sind nicht unter Zeitdruck“, so Wassyl, „aber wir arbeiten trotzdem mit Hochdruck.“
Im Frühjahr 2021 soll der Umzug ins neue Gebäude stattfinden.
Infos zum Gebäude:
Das neue Verwaltungsgebäude ist für ca. 60 Mitarbeiter konzipiert. Der Entwurf sieht einen kompakten 2-geschossigen länglichen Baukörper vor. Das Foyer gliedert das Erdgeschoss in einen repräsentativen Veranstaltungsbereich und die Verwaltung.
Ein Innenhof mit einer großflächigen Verglasung dient als Erweiterung des Foyers. Der Sitzungssaal und der Besprechungsraum mit ihren angrenzenden Räumen, wie Catering, Stuhllager und Besuchertoiletten ist nach Norden zum Konrad-Lerch-Ring positioniert und zeigt hier das Rathaus mit seinen repräsentativen Nutzungen.
Südlich des Foyers grenzt der Verwaltungsbereich an.
Die Abteilungen mit dem größten Publikumsverkehr sind alle erdgeschossig angeordnet. Eine offene Treppe erschließt das Obergeschoss. Im rückwärtigen Bereich befindet sich ein zusätzlicher Ausgang in den Freibereich zwischen Neubau und Kindergarten.
Das äußere Erscheinungsbild definiert sich aus hochformatigen Fensterflächen und geschlossenen Flächen als helle Klinkerfassade. Das Dach wird als flachgeneigtes Dach ausgeführt. Die Qualität der Gebäudehülle und der Haustechnik erfüllen die Anforderungen eines Energieeffiziensstandards KFW 55. Die Baukosten wurden vom Verbandsgemeinderat bei seinem Grundsatzbeschluss im Jahr 2015 auf 6,1 Millionen Euro als Obergrenze gesetzt, das Land Rheinland-Pfalz fördert den Neubau des Rathauses mit einem Zuschuss in Höhe von 1,5 Millionen Euro.
Die Bereitstellung der Wärme und Kühlung im Sommer erfolgt demnach über eine Wärmepumpe in Verbindung einer Photovoltaik und PVT-Anlage. Das Gebäude wird über eine Fußbodenheizung beheizt. Die Warmwasserversorgung wird dezentral mit elektrischen Speichergeräten ausgeführt. (desa/red)

Bürgermeister Axel Wassyl: „Das ist ein großer Tag!“
Foto: Pfalz-Express/Ahme

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