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Öffentliches Gelöbnis: Rund 430 Luftwaffen-Rekruten legen in Germersheim Treuegelöbnis oder Eid ab

12. Dezember 2025 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Foto: Pfalz-Express / Licht

Germersheim – Rund 430 junge Soldaten haben am Donnerstag am späten Nachmittag im Stadtpark „Fronte Lamotte“ ihr Gelöbnis bzw. ihren Eid abgelegt. Es war eines der größten Gelöbnisse des Jahres 2025.

Diesmal gab´s eine besondere Überraschung: General­leutnant Lutz Kohlhaus, stellvertretender Inspekteur der Luftwaffe, überreichte das Einsatzfahnenband. Für Oberstleutnant Christian Zerau, Kommandeur des Luftwaffenausbildungsbataillons, war das „ein ganz besonderer Moment“ für den Verband.

Das Einsatzfahnenband ist ein Ehrenzeichen, das Verbände für ihren Einsatz in anerkannten Missionen erhalten, in diesem Fall für die Teilnahme an der europäischen Ausbildungsmission zur Unterstützung der Ukraine (EUMAM UA).

Foto: Pfalz-Express / Licht

Respekt für freiwillige Entscheidung 

Oberstleutnant Zerau eröffnete die Zeremonie mit einer Ansprache an die Rekruten: „Mitten in diesen turbulenten Zeiten, in Zeiten zunehmender Bedrohungen unserer Freiheit und des Friedens auch in Europa, haben Sie – die Protagonisten des heutigen Tages – sich freiwillig dazu entschieden, Teil unserer Streitkräfte zu werden. Sie wollen Ihren Anteil dazu beitragen, den Frieden, die Freiheit und die Sicherheit unseres Landes und seiner Bürger zu schützen und zu bewahren.“

Zerau betonte, dass der Soldatenberuf hohe Anforderungen stelle: „Er wird Ihnen und Ihren Angehörigen einiges abverlangen. Gehen Sie dennoch mit Optimismus und Vertrauen Ihren Weg in den Streitkräften und seien Sie sich gewiss: Sie stehen niemals allein. Sie gehen diesen Weg gemeinsam mit uns, Ihren Kameraden, im Auftrag unseres Parlamentes und gestärkt durch den Rückhalt der Bevölkerung, den wir heute hier in Germersheim wieder spüren.“

„Krieg vor der Haustür“

Im Anschluss hielt Generalleutnant Lutz Kohlhaus die Gelöbnisrede. Er würdigte die Entscheidung der Teilnehmer, Verantwortung zu übernehmen, und hob die Bedeutung ihres Dienstes in politisch herausfordernden Zeiten hervor unter anderem mit dem „Krieg in der Ukraine direkt vor unserer Haustür.“ Das zeige, wie wichtig ein starkes Engagement der Streitkräfte sei.

Mit den Worten „Willkommen im Team Luftwaffe“ hieß Kohlhaus die Teilnehmer in ihrer neuen Rolle willkommen und sprach von Kameradschaft und Gemeinschaft: „Jeder steht für den anderen ein.“ 

Foto: Pfalz-Express / Licht

Viele der Teilnehmer werden nun in ihre Stammverwendungen innerhalb der Luftwaffe eintreten, etwa in die Luftverteidigung, zu fliegenden Verbänden oder im Bereich des immer wichtiger werdenden Bundeswehr-Weltraumkommandos. Kohlhaus verwies auch auf die Rolle der Luftwaffe bei der Abwehr von Cyberangriffen, ballistischen Bedrohungen und hybriden Gefahren und auf die Wichtigkeit kontinuierlicher Ausbildung und Einsatzbereitschaft.

Foto: Oberfeldwebel Proulx

Kasernenluft geschnuppert

Bereits am Vormittag hatten Angehörige die Möglichkeit, die Südpfalz-Kaserne zu besuchen und Einblicke in den künftigen Alltag der Teilnehmer zu gewinnen. Unterkünfte, Ausbildungsgeräte und Gespräche mit Ausbildern vermittelten einen Eindruck vom kommenden Dienst der Sprösslinge.

Flieger über den Köpfen

Die Zeremonie wurde musikalisch vom Heeresmusikkorps Koblenz unter Leitung von Major Holger Kolodziej begleitet. Gespielt wurden auch die Nationalhymne und die Europahymne. Ein besonderes Highlight: Ein Flugzeug der Luftwaffe zog zweimal seine Kreise über den Köpfen der Teilnehmer und der Zaungäste, was für großen Applaus sorgte. Es handelte sich um eine KC-130J Super Hercules  von der deutsch-französischen Lufttransportstaffel Evreux (Normandie) in Frankreich. 

Foto: Stabsfeldwebel Wiedemann

Gegen später kam Bodennebel auf dem Gelöbnisfeld auf, während Fackelträger die Zeremonie säumten und ihre Flammen Licht auf Teilnehmer und Zaungäste warfen. Die mächtigen Mauern der umliegenden Festung bildeten den Rahmen für eine tatsächlich fast mystische Szenerie. 

Das Luftwaffenausbildungsbataillon Germersheim gilt zusammen mit dem Standort Roth als „Tor zur Luftwaffe“. Für die Teilnehmer markierte der Donnerstag nicht nur eine feierliche Zeremonie, sondern den offiziellen Start in eine neue, verantwortungsvolle Etappe ihres Lebens. Ein stolzer Moment.

Durchs Programm führte wie gewohnt mit samtener Stimme Hauptmann Stefan Thiel. (cli)

 

Foto: Pfalz-Express / Licht

 

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Foto: Pfalz-Express / Licht

 

Foto: Oberfeldwebel Proulx

 

Foto: Stabsfeldwebel Wiedemann

 

Foto: Pfalz-Express / Licht

 

Foto: Pfalz-Express / Licht

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