Kreis Germersheim – Der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU) will die mögliche Lärmbelastung durch verstärkten Güterverkehr auf der Strecke Wörth – Germersheim – Ludwigshafen geklärt wissen.
Brandl hatte sich in dieser Frage an den Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn gewendet, um den Sachstand bei den Untersuchungen zu neuen Güterverkehrsstrecken zu erfahren.
Während konkrete Aussagen des Bundes erst mit der Fertigstellung des Bundesverkehrswegeplans 2015 vorliegen würden, verfolge die DB Netz AG derzeit die sogenannte „Kleine Pfalz-Lösung“, gab der DB-Konzernbevollmächtigte schriftlich zur Antwort. Dadurch könnten mehr Güterzüge diese Strecke nutzen.
Die „Kleine Pfalz-Lösung“ sieht den Ausbau der Strecke Ludwigshafen – Germersheim – Wörth und der Dammerstocker Kurve in Karlsruhe zur Schaffung einer direkten Fahrmöglichkeit nach Süden vor.
Es sei aktuell noch völlig unklar, wie viele Güterzüge die Strecke Wörth – Germersheim künftig befahren sollten und wie viele davon nachts unterwegs seien, so Brandl. Der Abgeordnete hat sich daher erneut an den Konzernbevollmächtigten der Bahn gewandt und mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung.
Brandl fragte die Landesregierung konkret:
- Um wie viele Blockstrecken soll die Strecke Wörth – Germersheim bei der sogenannten „Kleinen Pfalz-Lösung“ für den Güterverkehr Schiene verdichtet werden?
- Wie viele Güterzüge sollen zusätzlich zu den aktuellen Zahlen auf der Strecke pro Tag verkehren?
- Wie ist die Verteilung der Güterzüge auf Tag- und Nachtstunden?
- Inwiefern wird Güterfernverkehr auf der Strecke erwartet?
- Inwiefern schränkt der zusätzliche Güterverkehr durch die „Kleine Pfalz-Lösung“ eine mögliche Verdichtung des Taktes im ÖPNV ein?
- Inwiefern sind Lärmschutzmaßnahmen geplant?
- Welche Alternativen sieht die Landesregierung zur „Kleinen Pfalz-Lösung“?
„Jetzt brauchen wir erst einmal Klarheit über die Pläne der Bahn bei der „Kleinen Pfalz-Lösung“, so Brandl. „Die denkbaren Szenarien sind vielfältig und im Detail noch vage.“
Brandl will daher für die Anwohner der Bahntrasse Wörth – Germersheim – Ludwigshafen für zeitnahe Aufklärung sorgen. „Ich werde mich intensiv um mehr Informationen zu diesem Vorhaben kümmern, um für die Bürger schnellstens die notwendige Transparenz herstellen“, so Brandl. (red)

Diesen Artikel drucken



Germersheim – Die Pläne der Deutschen Bahn, die Strecke Wörth – Ludwigshafen mit vermutlich 42 Güterzügen mehr pro 24 Stunden zu belasten, ...
Kreis Germersheim – Der CDU-Kreisvorstand Germersheim fordert die rheinland-pfälzische Landesregierung auf, sich von ihrem Vorschlag, die Große Pfalzlösung für den Güterverkehr zu ...
Germersheim – „Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium Enak Ferlemann hat mir zugesichert, die Bahnpläne zum Güterverkehr auf der Strecke Wörth-Ludwigshafen genau zu ...
Rülzheim – Nach Bekanntwerden der Überlegungen der Deutschen Bahn, die Bahnstrecke Ludwigshafen – Wörth im Rahmen der Kapazitätssteigerungen im Güterverkehr als mögliche ...
Kreis Germersheim – „Dass die Bahn die „Kleine Pfalzlösung“ im Bundesverkehrswegeplan angemeldet hat, bedeutet bekanntermaßen nicht automatisch, dass die Maßnahmen auch realisiert ...
Kreis Germersheim – Der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU) hat sich mit einer Kleinen Anfrage bei der Landesregierung nach dem Sachstand und den ...
Kreis Germersheim – Zum Thema Güterverkehr in der Südpfalz gibt es offenbar einen kleinen Hoffnungsschimmer. Wie das Bundesverkehrsministerium dem südpfälzischen Bundestagsabgeordneten Dr. ...
Wörth – „Rundumschläge, Polemik, Populismus, Sankt-Florians-Prinzip“ – es sei richtig von der Wörther CDU gewesen, mit der SPD keine Koalition einzugehen. Derart ...
Südpfalz – Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart und die Landtagsabgeordneten Christine Schneider und Martin Brandl (alle CDU) begrüßen, „dass die SPD ...
Wörth – Der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU) hat anlässlich der von der CDU-Fraktion im Landtag organisierten „Woche der Inneren Sicherheit“ die Polizeiinspektion ...
Kreis Germersheim – Der CDU Landtagsabgeordnete für den Kreis Germersheim, Martin Brandl, schießt scharf gegen die Landesregierung in Mainz. Nichts bewege sich ...














Sollte die Deutsche Bahn Netz AG tatsächlich ihre derzeitigen Pläne für die „Kleine Pfalzlösung -Bau der Dammerstocker Kurve“ verwirklichen, um damit den Güterverkehr auf der Strecke Wörth-Germersheim verstärken zu können, hätte dies für die betroffenen Menschen in den Gemeinden, aber auch für die Gemeinden selbst, große, negative Auswirkungen.
Durch den geplanten Bau der Dammerstocker Kurve hätte die Bahn zukünftig die Möglichkeit (und genau das hat sie durch den Bau vor) die Strecke Wörth-GER parallel zur Bahnstrecke KA-MA/Rhein-Neckar Raum für den Güterverkehr nutzen zu können.
Der Güterverkehr zwischen Rotterdam und Genua würde dann vermutlich zum Großteil über die Strecke Wörth-Germersheim abgewickelt werden.
Dies ist bislang aufgrund der fehlenden direkten Anbindung („Dammerstocker Kurve“) an das Schienennetz südlich von Karlsruhe nicht möglich.
Seit vielen Jahren befahren maximal 5 Güterzüge –neben der Stadtbahnen- am Tag die Strecke Wörth-Germersheim. Und dies auch nur werktags und nicht nachts. Somit ist die Situation für die Anwohner einigermaßen erträglich, was Bahnlärm angeht.
Mit den Ausbau/Neubauplänen der Bahn wird sich das sicherlich grundlegend ändern. Es ist davon auszugehen, dass wesentlich mehr Güterzüge als heute die Strecke nutzen werden. Vermutlich sogar zur Nachtzeit!
Deshalb gilt es für alle Anwohner (vom Güterzugverkehr werden wegen der großen Lärmbelästigung nicht nur die unmittelbaren Anwohner an den Bahngleisen belästigt werden, sondern auch die Menschen die zwei, drei Straßenzüge weiter entfernt wohnen) sich frühzeitig gegen die Ausbau und Neubaupläne der Deutschen Bahn zu wehren!
Die Wohn –und Lebensqualität wird –sofern die Pläne umgesetzt werden- durch die starke Lärmbelästigung der Güterzüge extrem gemindert werden.
Von dem stark sinkenden Wert der Immobilien in der Nähe der Bahnstrecke ganz zu schweigen!
Daher hoffe ich darauf, dass in der Bevölkerung -so früh wie möglich- der Widerstand gegen die Aus/und Neubaupläne wächst.
Die Möglichkeiten für den Widerstand aus der Bevölkerung sind sehr gut, da die Strecke ja ausgebaut und genau genommen durch die Anbindung an das Schienennetz in Richtung Süden, teilweise sogar neu gebaut wird.
Sollte die „Kleine Pfalzlösung“ kommen, dann kann man auch nicht mehr von einer „Bestandsstrecke“ sprechen.
Dies hat dann zur Konsequenz, dass der Gesetzgeber und die Rechtsprechung in der jüngeren Vergangenheit bei Aus-und Neubauten von Bahnstrecken, den Bürgern viel mehr Einspruchsmöglichkeiten („Planfeststellungsverfahren“) und vor allen Dingen das Recht auf umfassende Lärmschutzmaßnahmen ermöglicht hat.
Ich hoffe darauf, dass die Menschen zwischen Wörth und GER zukünftig nicht in Ortschaften leben müssen, die von Lärmschutzwänden geteilt werden, denn überwiegend verläuft die Bahnstrecke ja mitten durch die Ortschaften in unmittelbarer Nähe von unzähligen Wohnhäusern.
Noch mehr hoffe ich aber darauf, dass die Politik, dass die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden, dass der Landrat, alles dafür tun werden, dass die Menschen zwischen Wörth und Germersheim zukünftig nicht an einer Eisenbahnstrecke leben müssen, wo evtl. ein Großteil des Güterverkehr zwischen Rotterdam und Genua abgewickelt werden soll!
Auch wir sind erschüttert angesichts der Pläne der Bahn. Wir haben vor 20 Jahren ein Haus direkt an der Bahnlinie gekauft, nicht ohne uns vorher eindringlich mit dem Gedanken zu beschäftigen, ob wir mit Bahnlärm leben können, auch wenn dieser zunehmen sollte. Mit dem nun anstehenden Szenario hätten wir allerdings in unseren schlimmsten Albträumen nicht gerechnet! Es ist, als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird! Die gesundheitlichen Risiken, die Lärm mit sich bringt, sind hinlänglich bekannt. Es wäre wirklich wünschenswert, dass hier nicht nur Profitdenken in den Vordergrund gestellt wird, sondern von politischer Seite aus der Bahn auf die Finger geschaut wird, in der Hinsicht, dass nicht einfach die billigste Lösung bevorzugt wird, sondern eine verträgliche für Mensch und Umwelt.