Berlin – Der Musikpreis „Echo“ wird in seiner derzeitigen Form abgeschafft. Das habe der Vorstand des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) am Dienstag in einer außerordentlichen Sitzung in Berlin beschlossen, teilte der Verband am Mittwoch mit.
Auch wenn der „Echo“ viele Jahre ein „großartiger Preis“ gewesen sei, wolle man keinesfalls, dass der Musikpreis „als Plattform für Antisemitismus, Frauenverachtung, Homophobie oder Gewaltverharmlosung wahrgenommen wird“.
Die Entscheidung des Verbandes ist eine Reaktion auf die umstrittene Verleihung des Preises für ein umstrittenes Rap-Album.
Die Marke „Echo“ sei so stark beschädigt worden, dass ein „vollständiger Neuanfang“ notwendig sei, so der BVMI. Für die Konkretisierung der Änderungen werde sich der Vorstand die erforderliche Zeit nehmen. (dts Nachrichtenagentur)

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Bei aller Aufregung sollte man nicht vergessen: Dieser Preis hat nichts mit Kunst, Kultur, Inhalt oder Musik zu tun, es geht einzig und allein um Verkaufszahlen!
Wenn also von Höllenlärm begleitetes verwirrtes Gestammel entsprechende Verkaufszahlen erreicht, dann steht dessen Erzeuger der Preis zu – ohne wenn und aber.
Bedenklich ist höchstens, dass sich diese akustische Umweltverschmutzung mit unappetitlichem Text so gut verkauft.
In den Fokus sollten neben den Erzeugern vor allem mal die Konsumenten dieses Umsatzbringers gerückt werden!
Sicher sind da auch sehr viele darunter, die sich jetzt plötzlich entrüstet von den „Preisträgern“ abwenden.
Der Skandal liegt weniger an dem Institut, das diesen Preis vergibt als darin, dass die Zahl der gedankenlosen Konsumenten sehr groß ist!