Montag, 23. September 2019

Mario Brandenburg: Südpfalz und Umgebung gutes Pflaster für Mittelstand und Gründer

10. August 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kreis Germersheim, Kreis Südliche Weinstraße, Landau, Politik regional

Mario Brandenburg
Foto über FDP

Südpfalz – Der Fokus der Sommertour des  Bundestagsabgeordneten Mario Brandenburg, technologiepolitischer Sprecher der FDP, lag in diesem Jahr auf Technologie und kleinen regionalen Gründern.

„Forschen, Entwickeln, Produzieren, Ausbilden und Arbeitsplätze schaffen – so hat sich unser Mittelstand präsentiert“, so Brandenburg. Doch leider kämpfe dieser in verschiedenen Bereichen gegen harte und oft ungleiche Konkurrenz.

Die Luft- und Raumfahrtbranche, stellvertretend die PFW Aerospace in Speyer, habe zunehmend mit neuen Playern, insbesondere aus dem asiatischen und arabischen Raum, zu konkurrieren. Diese drängten mit massiver staatlicher Förderung auf die Märkte.

Deutscher Know-how-Vorteil schwindet

Noch seien deutsches Know-how und deutsche Unternehmenskultur im Vorteil, doch der Vorsprung schwinde. „Ein Bedeutungszuwachs der Luft- und Raumfahrtindustrie in der öffentlichen Debatte und insbesondere bei den Entscheidungsfindungen der Bundesregierung sind nötiger denn je. Sonst verlieren wir nicht nur wertvolle Unternehmen, sondern machen uns auch technologisch abhängig“, so Brandenburg.

Die Papierfabrik Palm beeindrucke mit der leistungsstärksten Papiermaschine der Welt. Das Wertegefüge des deutschen Mittelstands mit der gleichzeitigen wirtschaftlichen und technologischen Marktführerschaft harmoniere dort in eindrucksvoller Art und Weise: „Wer ein Paradebeispiel für Industrie 4.0 in geschlossener Kreislaufwirtschaft und nahezu vollendeter Nachhaltigkeit sucht, findet diese nicht irgendwo auf der Welt, sondern direkt vor unserer Haustür“, sagte der FDP-Politiker.

Ein weiteres prägendes Beispiel der Mittelstandsunternehmen stelle das Europäische Technologie- und Innovationszentrum John Deere in Kaiserslautern dar. Brandenburg hat auch dieses Unternehmen besucht.

Der Standort ist federführend für die Koordination der Entwicklungen im Bereich Informations-/ Kommunikationstechnologien und E-Mobilität zuständig. So ist zum Beispiel die Landwirtschaft mit autonomen Traktoren Vorreiter im hochtechnologischen Bereich. „Fazit: Unsere KMU’s nehmen die Herausforderungen der Digitalisierung und den Kostendruck durch fremde Märkte an und gehen konsequent ihren Weg. Hier sehe ich das Brennen und den Einsatz, welche ich in Berlin auf politischer Ebene bei manchen vermisse, wenn ich durch die Ränge im Deutschen Bundestag schaue. Insbesondere unserer Bundesregierung mangelt es daran sehr“, stellt Brandenburg fest.

Kleine Pfälzischer Startups wie die Bimbesbox und das Landau Bierbrau-Projekt, und von Spieleentwicklern, z. B. Grimbart-Tales und Gameforge, imponierten ebenfalls mit sehr viel Herzblut. Die Gründer stecken sehr viel Energie und Leidenschaft in ihre Ideen und setzen diese Schritt für Schritt um.

Zu viel Bürokratie

Teilweise gebe es noch zu viele bürokratische Hürden zu meistern. Diese zu minimieren sei eine dringende und wichtige Aufgabe für die Politik. „Die Gründer müssen sich auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren können anstatt sich im Bürokratendschungel zu verlieren. Nur so können wir mehr Innovatoren motivieren, ihre Ideen umzusetzen und in Deutschland zu gründen“, sagt Brandenburg.

Dies war auch Thema beim KIT in Karlsruhe, das sich sehr für die Förderung von Ausgründungen einsetzt. Die Universität ist führend im Bereich der zukunftsweisenden Forschungsfeldern Hochleistungsrechnen und Batterieforschung.

Die Menschen des Betreuungsvereins SKFM in Germersheim haben Brandenburg sehr beeindruckt. „Es ist gut zu wissen, dass es solche gute Seelen gibt, die sich bei Bedarf um einen kümmern. Es ist wichtig, dass die Politik diese Helfer in der Not unterstützt.“

„Die Südpfalz mit ihren angrenzenden Regionen ist im mittelständischen Bereich sowie bei den Ausgründungen sehr gut aufgestellt. Diese Tatsache gilt es zu erhalten, zu stärken und weiter zu fördern. Die Verknüpfung von Wissenschaft und Technik ist ein wichtiger Baustein, um entsprechendes Know-How weiter zu transportieren und in eigenständige Produkte umzusetzen“, fasst Brandenburg seine Erfahrungen bei seiner Sommerreise zusammen.

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