Berlin – Die ehemalige EKD-Ratsvorsitzende und Bischöfin, Margot Käßmann, fordert die Gläubigen auf, die Bibel radikaler zu lesen.
Als Beispiel nannte sie Jesus Ermahnung zur Feindesliebe. „Ja, das ist radikal. Aber wir können Jesus doch nicht weichspülen“, so Käßmann in „Bild am Sonntag“.
Das Christentum habe sich zwar immer wieder verführen lassen, Gewalt zu legitimieren. „Aber wenn man Jesus und seine Worte anguckt, kann man keine Legitimation von Gewalt aus dem Neuen Testament herauslesen.“
Käßmann, die am heutigen Sonntag ihren 60. Geburtstag feiert und Ende Juni in den Ruhestand geht, wird nach eigener Einschätzung „eher altersradikaler“.
Käßmann: „Ich muss ja keine Kompromisse mehr eingehen. Als Bischöfin muss man zusehen, dass man für die ganze Kirche da ist. Da ist es jetzt auch eine Form von Freiheit, dass ich sagen kann: Ich bin nun mal Pazifistin. Regt euch auf oder ab.“ (dts Nachrichtenagentur)
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Ich erinnere mich dunkel – da war doch was:
Matthäus 5, 38-42 (Einheistsübersetzung):
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. 39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. 40 Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen, dann lass ihm auch den Mantel. 41 Und wenn dich einer zwingen will, eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm. 42 Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab.
Frage an Frau Käßmann, wieviel von ihrem Eigentum, ihrer Wohnfläche, ihrer Zeit, gibt sie ab?
Geben Sie mehr ab, als sie für sich behalten?
Auch Frau Käßmann predigt Wasser und trinkt Wein.