Donnerstag, 23. Januar 2020

Ludwigshafen: Polizei stoppt Tiertransport auf der Autobahn

19. Juli 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Ludwigshafen, Rhein-Pfalz-Kreis
Ein überladener Anhänger mit viel zu vielen Tieren: Obwohl der Fahrer gestoppt wurde, waren einige Tiere der Hitze schon zum Opfer gefallen. Foto: pol lu

Ein überladener Anhänger mit viel zu vielen Tieren: Obwohl der Fahrer gestoppt wurde, waren einige Tiere der Hitze schon zum Opfer gefallen.
Foto: pol lu

Ludwigshafen – Die Autobahnpolizei Ruchheim stoppte am 19. Juli einen Fahrer, der einen privaten Tiertransport durchführte.

Der aus Rumänien stammende Mann wurde mit seinem total überladenen Sprinter mit Anhänger auf dem Parkplatz „Auf dem Hirschen“ kontrolliert. Wie sich herausstellte, transportierte er seinen gesamten Hausstand einschließlich seiner Haustiere von Frankreich nach Rumänien.

Auf dem selbst gebauten und nicht zugelassenen Pkw-Anhänger hatte er für die Tiere zu kleine Gitterboxen verladen, in denen sich 23 Legehennen, 40 Zwerghühner und etwa 80 Tauben befanden.

Die Außentemperatur betrug zu diesem Zeitpunkt 33 Grad Celsius. Die Weiterfahrt wurde durch die Polizei unterbunden und das Gespann bei der PAST Ruchheim sichergestellt.

Trotz sofortiger „Erster Hilfe“ für das Federvieh starben neun Tauben. Die anderen Tiere konnten schnell und unbürokratisch in Tierheimen untergebracht werden.

Der Fahrer verzichtete auf die Tiere, so dass eine größere Anzahl bereits am Nachmittag neue Eigentümer bekam. Ein Huhn legte im Tierheim sogar ein Ei, als es vom neuen Eigentümer in Empfang genommen wurde.

Gegen den 36-jährigen Fahrer wurde ein Strafverfahren wegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und Pflichtversicherungsgesetz eingeleitet.

Für die Unterbringungs- und Versorgungskosten der Tiere wurde er ebenfalls mit 500 Euro zur Kasse gebeten. Die Weiterfahrt, allerdings ohne Anhänger, wurde ihm in den späten Nachmittagsstunden erlaubt, nachdem er seinen Sprinter um einige Kilos erleichtert hatte.

Das bei dem Mann gefundene Bargeld (500 Euro) wurde durch den Rhein-Pfalz-Kreis für Betreuungskosten der Tiere einbehalten. Somit konnte keine Sicherheitsleistung mehr erhoben werden. (ots/red) 

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