
Tigermücke
Foto: KABS
Ludwigshafen – Mitarbeiter der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. (KABS) entdeckten in diesem Jahr erstmals im Stadtgebiet Ludwigshafen im Neubaugebiet Melm Tigermücken. Das teilte die Stadt mit.
Mücke hochaggressiv
Nach Hinweisen aus der Bevölkerung wurde in einem 18 Hektar großen Teilgebiet eine stabile Population der aggressiven Stechmücke erfasst. Eine wesentliche und auffallende Besonderheit ist, dass diese Stechmückenart auch am hellen Tag Menschen hartnäckig verfolgt. Im Siedlungsbereich kann sie dadurch sehr lästig werden.
Die asiatische Tigermücke ist seit Jahrzehnten durch globale Handels- und Verkehrsrouten weltweit verschleppt worden. Seit einigen Jahren breitet sich die Tigermücke auch in Deutschland, insbesondere entlang des Oberrheingrabens aus.
Tropenkrankheiten können übertragen werden
Vor allem in tropischen Ländern kann die wärmeliebende Art zahlreiche humanmedizinisch relevante Viren auf Menschen übertragen. Die Gefahr einer solchen Übertragung von Dengue-, Chikungunya oder Zika-Viren ist unter den klimatischen Bedingungen in Deutschland zwar gering, kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
KABS bereitet Bekämpfung vor
Mitarbeiter der KABS bereiten auf Grundlage der Erfahrungen in Freiburg, Karlsruhe und Heidelberg derzeit die Bekämpfung der Tigermücken vor.
Im Gegensatz zur Rheinschnake, die im Wesentlichen in Überschwemmungsgebieten vorkommt, sind die Brutstätten der Tigermücke bevorzugt sehr kleine, meist künstliche Wasserbehältnisse wie Regentonnen, Vasen, Untersetzer oder sogar hohle Zaunpfähle, wo sich Wasser ansammeln kann.
Für die biologische Bekämpfung von Stechmücken setzt die KABS seit Jahrzehnten erfolgreich den biologischen Wirkstoff BTI – ein Bakterieneiweiß – ein, der selektiv nur Mückenarten abtötet und für Menschen, Tiere und Pflanzen unbedenklich ist.
Bevölkerung soll mithelfen
Daher wird zur Bekämpfung die aufmerksame Mithilfe aller Bewohner benötigt, die Brutstätten zu beseitigen, Eimer oder Gießkannen so zu lagern, dass sich kein Regenwasser ansammeln kann oder Wasserfässer, kleine Brunnen und ähnliches mit BTI zu behandeln.
Hierzu ist geplant, bis Ende der Woche beziehungsweise Anfang nächster Woche ein Faltblatt und zunächst eine Packung BTI-Tabletten bei den Haushalten einzuwerfen, damit hier die ersten Bekämpfungsmaßnahmen in den einzelnen Haushalten eingeleitet werden können.
Untersetzer oder Wassergefäße sollen regelmäßig überwacht und geleert werden. Größere Wasserfässer und ähnliches sowie Brunnenanlagen sollen mit BTI-Tabletten behandelt werden. Eine Tablette reicht für ein Volumen von 50 Litern und hält für etwa drei Wochen. Das Wasser kann unbedenklich weiterverwendet werden. Es ist ebenfalls darauf zu achten, dass Behälter aus dem Gebiet nicht ungereinigt verbracht werden, um eine Verschleppung der Eier in andere Gebiete zu vermeiden.
Die BTI-Tabletten werden seit Jahren vom Ortsvorsteherbüro kostenlos zur Bekämpfung der Hausschnaken ausgegeben und können dort auch abgeholt werden, wenn weiterer Bedarf besteht. Das Gesundheitsamt des Rhein-Pfalz-Kreises und Stadt Ludwigshafen appellieren an die Bewohner, an der Aktion teilzunehmen.
Für weitere Fragen steht von der KABS PD Dr. Norbert Becker, wissenschaftlicher Direktor der KABS, unter der Telefonnummer 0170 – 85 06 788 zur Verfügung.

Diesen Artikel drucken


Ludwigshafen. Auch am heutigen Samstag (10. Juni) „geht nichts mehr,“ bei der Alliance Healthcare Deutschland AG. Im Rahmen der Tarifauseinandersetzung des Groß- ...
Ludwigshafen-Oggersheim/Melm – Ein 52-jähriger Mann aus Ludwigshafen wollte am Samstagabend am Großparthweiher spazieren gehen. Seinen Mercedes parkte er im Bremmenweg. Allerdings vergaß er, ...
Kreis Germersheim – Der Landtagsabgeordnete Martin Brandl (CDU) hat ein Interview ein der „Rheinpfalz“ mit Dr. Philipp Zanger, dem Leiter des Landauer ...
Ludwigshafen – Mit einer Kranzniederlegung am 28. Juli gedenken die Stadt Ludwigshafen und die BASF der Opfer der Kesselwagen-Explosion im Werk der ...
Hördt – „Weniger Stechmücken – mehr Lebensqualität“ war die Informations- und Diskussionsveranstaltung überschrieben, zu der der Landtagsabgeordnete Martin Brandl in der vergangenen ...
Dallas – In den USA ist der erste Fall einer Infektion mit dem Zika-Virus durch sexuelle Übertragung nachgewiesen worden. Der Patient habe ...
Ludwigshafen – Unbekannte Täter entwendeten am 19. November 2015 in einem Supermarkt in Ludwigshafen den Geldbeutel einer 83-jährigen Frau. Kurze Zeit später, ...
Südwestdeutschland/Südpfalz – Sandmücken werden ein zunehmendes Problem in Deutschland. Aufgrund der sich verändernden Klimaverhältnisse haben sich entwickelte Lebensbedingungen der Sandmücken in den ...
Ludwigshafen – Einer Bertelmann- Studie zufolge leben in Ludwigshafen 26,2 Prozent aller Minderjährigen in Familien, die Hartz-IV-Leistungen beziehen. „Besonders um diese Kinder ...
Ludwigshafen – Der 13-jährige Junge, der im vergangenen Jahr einen Bombenanschlag in Ludwigshafen geplant haben soll, ist nicht mehr bei seiner ...












